Artistic Approach


In meiner Malerei untersuche ich Zustände, in denen sich innere Impulse und äußere Anforderungen nicht zur Deckung bringen lassen. Mich interessieren Momente, in denen gewohnte Orientierungen aussetzen und Handlungen noch nicht möglich sind.

Die Figuren erscheinen im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, Präsenz und Rückzug, Wahrnehmung und Ausblendung. Beziehungen bleiben instabil. Blickrichtungen, Körperhaltungen und räumliche Setzungen verschieben sich und entziehen sich einer eindeutigen Lesbarkeit.

Der Arbeitsprozeß ist selbst Teil dieser Bewegung. Bilder entstehen in Phasen von Verdichtung und Widerstand. Sie werden verlassen und erneut aufgenommen. Das Bild wird zum Gegenüber, das sich nicht unmittelbar erschließt, sondern erst  im Wechsel von Nähe und Distanz erfahrbar wird.

So entstehen Bildräume, in denen Uneindeutigkeit nicht aufgelöst, sondern gehalten wird - als Voraussetzung dafür, daß sich Wahrnehmung verschiebt und neue Lesarten möglich werden.

 

 

 

Warten, 2025

140 x 100 cm

Acrylmalerei auf Leinwand

Unikat

 

 

 

 

Zeitsprung – oder Bruder vermisst, 2024

100 x 140 cm

Acrylmalerei auf Leinwand

Unikat

 

aktuell in der Hamburger Soloausstellung Stadtbild 

noch bis 24.06.26 zu sehen

 

Untersuchung von Zuständen menschlicher Wahrnehmung

Meine Arbeiten entstehen aus Beobachtungen, dem Wahrnehmen, was mitten unter Menschen existiert.

Mich interessiert nicht das Fehlen von Nähe, sondern das Fehlen von Antwort.

Begegnung verstehe ich als fragilen Moment, in dem Wahrnehmung geteilt wird. Sie ist kein Zustand, sondern ein Geschehen zwischen Körpern, Blicken und Räumen. Verbundenheit entsteht für mich nicht aus Gleichgewicht, sondern aus der Fähigkeit, Unterschiede auszuhalten. 

In meiner Arbeit nutze ich Raum als aktives Element. Abstände, Leere und Verdichtung sind weder Kulisse, sondern Träger von Bedeutung. Sie verhandeln Nähe, Distanz sowie Rückzug und Öffnung.

Ich begreife Kunst als Möglichkeit, ein Innehalten sichtbar zu machen, ohne es zu erklären - Begegnungen zuzulassen, ohne sie festzuschreiben. Dort, wo Beziehung entsteht, gewinnt Haltung seine Kraft.