PAPIER IST MEINE FARBE!
Ich male mit Papier – mit Fragmenten aus Zeitschriften, die ich herausreiße und neu zusammensetze. Der Moment des Reißens ist für mich genauso wesentlich wie das Neuzusammensetzen. Es ist ein Bruch, aber auch der Anfang von Veränderung, von Wandlung. Mich interessiert Wandlung und damit verbunden, die Wahrnehmung: Wie sich Bedeutung verändert, wenn etwas zerlegt und neu gefügt wird. Und wie aus Fragmenten etwas Neues entsteht, das Ruhe ausstrahlt – und gleichzeitig Spannung trägt. Die Natur ist dabei mein innerer Bezugspunkt. Nicht als Abbild, sondern als Zustand, als Prozess und in Verbindung mit Papier als Referenz einer immer währenden Wandlungsfähigkeit. Ich wünsche mir, dass meine Arbeiten einen Moment der Stillstellung auslösen. Einen kurzen Halt. Ein Innehalten, ohne Erklärung – nur ein Gefühl von Berührung.