Erinnerungen sind einerseits starr, da sie an vergangene Ereignisse gebunden sind, andererseits in Bewegung, da sie lückenhaft sind und der Prozess des Erinnerns einem steten Wandel unterliegt. Von sich überlagernden Linien beherrschte Bildräume erinnern an Architekturen und Landschaften, die sich jederzeit verwandeln und neue Anordnungen formen könnten. Diese Erinnerungsbauten, wie Schmidhuber sie nennt, symbolisieren das Erinnern als Übergang in eine fließende Welt, die auf flüchtigen Spuren fußt und in der man sich verlieren kann. Diese Bilder treten in Dialog mit Schmidhubers Werken von Frauen, die auf den ersten Blick wie Porträts wirken, aber in Wirklichkeit vergangene Zeiten und Lebenserfahrungen repräsentieren. Ihre standhaften Präsenzen vermitteln Geschichte auf persönlicher Ebene: Sie ist gelebtes und empfundenes Leben und keine sterile Abfolge von Ereignissen.
Lumturije Schmidhubers Arbeit kreist um Entstehung und Wandel kultureller Identität und Spuren der Geschichte, die als Erfahrung und Erinnerung in den Menschen weiterleben und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Ihre Position ist auch von biografischen Elementen und interkultureller Prägung beeinflusst: nach Aufenthalten in Berlin, Zürich und München lebt und arbeitet Sie heute in Rosenheim bei München.Art.Salon
Lumturije Schmidhuber in the Artworld
Between Line and Time: Lumturije Schmidhuber’s Images of Memory
Lumturije Schmidhuber in the Artworld
Zwischen Linie und Zeit: Lumturije Schmidhubers Erinnerungsbilder
Vom 02. bis 07. April zeigt die Künstlerin Lumturije Schmidhuber ihre Erkundungen von kollektiver und persönlicher Erinnerung im Geranienhaus von Schloss Nymphenburg in München: In der Ausstellung memory lines eröffnen Spuren des Vergangenen neue Bildräume und ästhetische Erfahrungen.