Max Ernst
Tête à Cornes
Found at
Lempertz,
Cologne
Day Sale - Moderne Kunst, Lot 233
7. Jun - 7. Jun 2023
Day Sale - Moderne Kunst, Lot 233
7. Jun - 7. Jun 2023
Estimate: XX.XXX
Price realised: XX.XXX
Price realised: XX.XXX
Description
1959
Gold, 23 Karat. Plastischer Schmuckanhänger. In Original-Eichenholzkassette, samtausgeschlagen, mit gestempelter Signatur, Exemplarnummer und Objektzeichnung auf dem Deckel (29,2 x 24,5 x 5,2 cm). 18,7 x 12,7 cm. Gerahmt. Rückseitig mit dem geprägten Künstlernamen 'max ernst', nummeriert '6/8', den beiden viertstelligen Referenznummern des Ateliers François Hugo und einer Marke des Goldschmieds versehen. Exemplar 6/8. - In sehr schöner Erhaltung.
„Tête à Cornes“, „Gehörnter Kopf“, gehört zu den auf dem Kunstmarkt seltenen goldenen oder silbernen Schmuckstücken, die Max Ernst seit 1957 in kongenialer Zusammenarbeit mit dem Pariser Goldschmied François Hugo schuf. Auf dessen Initiative entwarf Ernst kleine Modelle aus Plastilin, einer speziellen Modelliermasse, die Hugo in 23-karätige Golsplastiken umsetzte. Während Hugo einige dieser Plaketten zu Broschen, also zu Schmuckstücken, umarbeitete, interpretierte er andere im Sinne eines Reliefs und montierte sie entsprechend auf kontrastreiche, dunkle Unterlagen.
Thematisch gesehen handelt es sich bei „Tête à Cornes“ um eine kleine Maske. Dieses Thema fand Eingang in Ernsts Werk, als er mit seiner Frau Dorothea Tanning seit 1946 in Sedona, Arizona, lebte und sich mit den Kultgegenständen der amerikanischen Ureinwohner, etwa den Zuni- oder Hopi-Indianern, auseinandersetzte. Deren Formenvokabular war sowohl für seine bekannteste Plastik, die lebensgroße Skulptur „Capricorn“, prägend als auch für Schmuckreliefs, mit denen Max Ernst sein Haus in Sedona ausstattete. Auch bei der angebotenen Plakette, die anhand der drei Kreise zum Gesicht wird, gestaltete Ernst eine Maske, die in der Menschheitsgeschichte in rituell-kultischer, närrischer oder symbolischer Form eine Rolle spielt. Wie die vorbildhaften Indianer-Masken lebt sie von der suggestiven Magie der Augen, die fest und groß auf den Betrachter gerichtet sind.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Gold, 23 Karat. Plastischer Schmuckanhänger. In Original-Eichenholzkassette, samtausgeschlagen, mit gestempelter Signatur, Exemplarnummer und Objektzeichnung auf dem Deckel (29,2 x 24,5 x 5,2 cm). 18,7 x 12,7 cm. Gerahmt. Rückseitig mit dem geprägten Künstlernamen 'max ernst', nummeriert '6/8', den beiden viertstelligen Referenznummern des Ateliers François Hugo und einer Marke des Goldschmieds versehen. Exemplar 6/8. - In sehr schöner Erhaltung.
„Tête à Cornes“, „Gehörnter Kopf“, gehört zu den auf dem Kunstmarkt seltenen goldenen oder silbernen Schmuckstücken, die Max Ernst seit 1957 in kongenialer Zusammenarbeit mit dem Pariser Goldschmied François Hugo schuf. Auf dessen Initiative entwarf Ernst kleine Modelle aus Plastilin, einer speziellen Modelliermasse, die Hugo in 23-karätige Golsplastiken umsetzte. Während Hugo einige dieser Plaketten zu Broschen, also zu Schmuckstücken, umarbeitete, interpretierte er andere im Sinne eines Reliefs und montierte sie entsprechend auf kontrastreiche, dunkle Unterlagen.
Thematisch gesehen handelt es sich bei „Tête à Cornes“ um eine kleine Maske. Dieses Thema fand Eingang in Ernsts Werk, als er mit seiner Frau Dorothea Tanning seit 1946 in Sedona, Arizona, lebte und sich mit den Kultgegenständen der amerikanischen Ureinwohner, etwa den Zuni- oder Hopi-Indianern, auseinandersetzte. Deren Formenvokabular war sowohl für seine bekannteste Plastik, die lebensgroße Skulptur „Capricorn“, prägend als auch für Schmuckreliefs, mit denen Max Ernst sein Haus in Sedona ausstattete. Auch bei der angebotenen Plakette, die anhand der drei Kreise zum Gesicht wird, gestaltete Ernst eine Maske, die in der Menschheitsgeschichte in rituell-kultischer, närrischer oder symbolischer Form eine Rolle spielt. Wie die vorbildhaften Indianer-Masken lebt sie von der suggestiven Magie der Augen, die fest und groß auf den Betrachter gerichtet sind.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Artwork auctioned at three times the upper estimate price
The work Tête à Cornes by Max Ernst was worth EUR 75,600.00 to a buyer in June this year. This price was achieved in the auction Day Sale - Moderne Kunst at Lempertz in Cologne and exceeded the previously set upper estimate of EUR 25,000.00 many times over. Of course, this price has nothing to do with the top prices that other works by Max Ernst achieve. The highest price we have observed so far was reached by the work Le roi jouant avec la reine in November last year with an auction result of USD 24,435,000.00 (€ 23,670,444.64).
Kunstwerk zum Dreifachen des oberen Schätzpreises versteigert
Die Arbeit Tête à Cornes von Max Ernst war einem Käufer im Juni diesen Jahres EUR 75.600,00 wert. Dieser Preise wurde in der Auktion Day Sale - Moderne Kunst bei Lempertz in Köln erzielt und übertraf den zuvor angesetzten oberen Schätzpreis von EUR 25.000,00 um ein Vielfaches. Dieser Preis hat freilich nichts mit den Spitzenpreisen zu tun, die andere Arbeiten von Max Ernst erzielen. Den höchsten von uns bisher beobachteten Preis erreichte die Arbeit Le roi jouant avec la reine im November letzten Jahres mit einem Auktionsergebnis von USD 24.435.000,00 (€ 23.670.444,64).