Die 59. Biennale von Venedig findet vom 23. April bis 27. November 2022 statt. Der ursprüngliche Zwei-Jahres-Rhythmus, nach dem das Event 2021 realisiert worden wäre, konnte pandemiebedingt nicht eingehalten werden. Um der Internationalen Architekturausstellung, die von 2020 auf 2021 verschoben wurde, gebührend Raum zu geben, wurde die Biennale ebenfalls verschoben.
Zum ersten Mal in der Geschichte wird die Biennale von Venedig von einer Frau, der Italienerin Cecilia Alemani, kuratiert. Alemani war bereits auf der Biennale 2017 für den italienischen Pavillon verantwortlich und ist Chefkuratorin von High Line Art, einer zu einem Park umgebauten Hochbahntrasse in Manhattan.
Als Titel der neuesten Ausgabe der Biennale von Venedig hat Alemani The Milk of Dreams gewählt. Dieser stammt vom gleichnamigen Buch der surrealistischen Künstlerin und Autorin Leonora Carrington (1917-2011), in dem sie ihre Träume notiert hat. Carringtons Visionen von deformierten Körpern, Metamorphosen und Hybriden aus Mensch und Maschine bilden das Leitthema der zeitgenössischen Kunstwerke auf der Biennale diesen Sommer. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt befassen sich mit der zunehmend von Technik beherrschten Lebenswirklichkeit der Menschen. Viele von ihnen sagen eine Zeit voraus, in der die Menschen nicht mehr sich selbst, sondern die Technik als Mittelpunkt der Welt ansehen. Ab jetzt sind es nur noch ein paar Wochen, bis die mit Spannung erwartete Biennale endlich eröffnet.