Tate Modern präsentiert bisher nie gezeigte Lockdown-Gemälde

Ausstellung zeigt Highlights von Lubaina Himid

Die Tate Modern in London widmet sich ab dem 25. November 2021 der britischen Künstlerin und Kuratorin Lubaina Himid. In der gleichnamigen groß angelegten Ausstellung werden aktuelle Arbeiten und ausgewählte Highlights aus Lubaina Himids einflussreicher Karriere gezeigt.

24. November 2021
Artwork by Lubaina Himid, Title: Between the Two my Heart is Balanced
© Lubaina Himid
Lubaina Himid: Between the Two my Heart is Balanced, 1991 Tate

Die britische Künstlerin und Kuratorin Lubaina Himid (*1954) konzentriert sich in ihrer Kunst auf Themen wie Kulturgeschichte und Wiederaneignung von Identitäten. Ursprünglich im Bereich Theaterdesign ausgebildet, ist Himid für ihre innovativen Ansätze in der Malerei und im sozialen Engagement bekannt. Ab dem 25. November 2021 widmet die Tate Modern in London ihr mit Lubaina Himid eine groß angelegte Einzelschau. Mit mehr als 50 Werken, die Malerei, Alltagsgegenstände, poetische Texte und Sound miteinander verbinden, bietet die Ausstellung eine seltene Gelegenheit, die gesamte Bandbreite Himids einflussreicher Karriere zu erleben. Frühe Installationen, darunter das bekannte A Fashionable Marriage (1984), werden in einen Dialog mit neueren Werken wie ihre Serie großformatiger Gemälde Le Rodeur (2016-2018) treten, während ganz aktuelle Gemälde, die während der Zeit des Lockdowns entstanden sind, zum ersten Mal öffentlich ausgestellt werden. Inspiriert von Himids Interesse am Theater, entfaltet sich die Ausstellung in einer Abfolge von Szenen, die die Besuchenden bis zum 03. Juli 2022 sowohl in die Mitte der Bühne als auch hinter die Bühne versetzen.

Lubaina Himid wurde 1954 in Sansibar, dem heutigen Tansania, geboren und studierte zunächst Theaterdesign am Wimbledon College of Art, bevor sie 1984 ihren Masterabschluss in Kulturgeschichte vom Royal College of Art in London erhielt. Seit den 1980er Jahren stellt sie in Großbritannien eine entscheidende Akteurin der britischen Black-Art-Bewegung dar, die Raum für den Ausdruck und die Anerkennung schwarzer Erfahrungen und der Kreativität von Frauen schafft. In den letzten zehn Jahren erlangte sie zudem internationale Anerkennung für ihre figurativen Gemälde, die unbeachtete und unsichtbare Aspekte der Geschichte und des zeitgenössischen Alltagslebens beleuchten. Im Jahr 2017 wurde sie mit dem Turner-Preis ausgezeichnet und erhielt 2018 den Ehrentitel CBE (ein britischer Ritterorden) für ihre Verdienste im Bereich der Kunst. Sie ist heute Professorin für zeitgenössische Kunst an der University of Central Lancashire und ihre aktivistischen Werke werden regelmäßig weltweit ausgestellt.Art.Salon

Artwork by Lubaina Himid, Title: A Fashionable Marriage (installation view)
© Nottingham Contemporary Photo: Andy Keate, Courtesy the artist and Hollybush Gardens
Lubaina Himid: A Fashionable Marriage, 1986 installation view, 2017

Dive deeper into the art world

Wolfsberg: Jubiläumsausstellung von Georg Brandner

Fortsetzung der Jubiläumsausstellungen: 2026 feiert Georg Brandner seinen 70. Geburtstag und sein 50jähriges Jubiläum als freischaffender Künstler. In verschiedenen österreichischen Städten präsentiert er seine Arbeiten, als nächstes in Wolfsberg: Am 30. Juni eröffnet dort um 18:30 Uhr die Schau Georg Brandner – 70 Jahre Kunst in der Galerie Atelier Berndt.

26. June 2026
Ghent, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst

Eine Ausstellung über Konservierung und Restauration ungewöhnlicher Materialien in Kunstwerken: Am 27. Juni eröffnet das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Ghent die Ausstellung Joseph Beuys | Wirtschaftswerte: a conservation history mit Beuys‘ renommierten Werk im Zentrum.

26. June 2026