Zum 300. Geburtstag:

Die Gemäldegalerie in Berlin ehrt die Malerin Anna Dorothea Therbusch

Anlässlich ihres 300. Geburtstages eröffnet am 03. Dezember 2021 die Sonderausstellung »Anna Dorothea Therbusch. Eine Berliner Künstlerin der Aufklärungszeit« in Berlin. Wichtige Werke aus eigenen Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin zeigen das Können einer bemerkenswerten Malerin.

02. December 2021
Anna Dorothea Therbusch, Porträt der Henriette Herz, 1778
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger
Anna Dorothea Therbusch, Porträt der Henriette Herz, 1778

Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) gelang es als einer der wenigen Frauen ihrer Zeit, in die wichtigste europäische Kunstakademie, der Académie royale de peinture et de sculpture in Paris, aufgenommen zu werden. Doch ihr Weg dorthin war keineswegs vorgezeichnet: als Tochter des preußischen Hofmalers Georg Lisiewsky erhielt sie in ihren frühen Lebensjahren zwar eine grundlegende malerische Ausbildung, doch dieser Beruf bliebt ihr zunächst verwehrt. Sie heiratete einen Gastwirt und bekam fünf Kinder − sich autodidaktisch in der Malerei weiterbilden musste sie heimlich.

Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, um 1782
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders
Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, um 1782

Mit 40 Jahren erst konnte sich Therbusch umfassend der Kunst widmen und erzielte innerhalb kurzer Zeit erste Erfolge. 1764 wurde sie sogar selbst zur Hofmalerin in Mannheim ernannt. Nach ihrer Aufnahme in die Akademie kehrte Therbusch nach Berlin zurück, wo sie als Porträtmalerin gefragt war. Katharina die Große beauftragte Therbusch beispielsweise mit Ganzkörperporträts der gesamten preußischen Königsfamilie – die Bilder sind heute in der Eremitage St. Petersburg zu sehen.

Die Sonderausstellung in Berlin lenkt die verdiente Aufmerksamkeit auf eine ungewöhnliche Malerin, die für ihre Zeit beachtliches erreichte. Ein Name, der wie der von Therbuschs Zeitgenossin Angelika Kauffmann häufiger in Ausstellungen zu finden sein sollte. In der Gemäldegalerie sind Therbuschs Werke bis zum 10. April 2022 zu sehen.Art.Salon

Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, um 1780
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger
Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, um 1780

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