Das Karamu House in Cleveland, Ohio ist ein bedeutendes Zentrum für Schwarze Kunstschaffende in den USA. Das Cleveland Museum of Art widmet sich Druckgrafiken, die in den 1930ern und 1940ern dort entstanden: Karamu Artists Inc.: Printmaking, Race and Community eröffnet am 23. März.
23. March 2025
The Cleveland Museum of Art, Created by the Federal Art Project, Works Progress Administration, and lent by the Fine Arts Collection of the US General Services Administration, 4215.1942
Swingtime, c. 1938. Charles Sallée (American, 1911–2006). Etching and aquatint; image: 14 x 17.4 cm; sheet: 25.2 x 33.2 cm.
Im Jahr 1915 wurde im Karamu House in Cleveland, Ohio die Neighborhood Association gegründet, wo Menschen sich unabhängig von Hautfarbe und Religion friedlich treffen und austauschen konnten. Leitbild der Institution war ein Zitat aus der Verfassung: »All men are created equal«. Schnell stellte sich heraus, dass Kunst das entscheidende Bindemittel war. Zunächst waren es Theaterstücke, später wurde eine Werkstatt eingerichtet, in der Kunstschaffende sowie künstlerisch unerfahrene Mitglieder mit diversen druckgrafischen Verfahren experimentieren konnten. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler, darunter Elmer W. Brown, Hughie Lee-Smith, Charles Sallée und William E. Smith, schlossen sich zur Karamu Artists Inc. zusammen. Ihre Arbeiten im Sinne der Harlem Renaissance gehören zu den bedeutendsten Druckgrafiken Schwarzer Kunstschaffender der 1930er und 1940er Jahre. Das Cleveland Museum of Art würdigt ihre Arbeit nun in der Ausstellung Karamu Artists Inc.: Printmaking, Race and Community. Sie läuft vom 23. März bis zum 17. August und präsentiert über 50 Exponate.
Das Wort Karamu stammt aus der Sprache Swahili und bedeutet »Ort der freudigen Zusammenkunft«. Im Jahr 1982 wurde das Karamu House in das US National Register of Historic Places aufgenommen. Auch heute noch liegt der Fokus der Institution auf professionellen Theaterproduktionen und künstlerischer Bildung für alle.
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