Hamburger Kunsthalle: Zeitgenössische Ausstellung über Malerei im Raum

Es sind keine Illusionen

Man könnte meinen, dass es sich bei den teils unglaublichen Methoden der Malerei um Illusionen handelt. Dabei geht es vielmehr darum, wie sich die Malerei auf ihre Umgebung ausrichtet und wie das Publikum sie bewertet. Diesem ungewöhnlichen Aspekt wendet sich die Hamburger Kunsthalle ab dem 31. März mit Keine Illusionen. Malerei im Raum zu.

31. March 2023
Helga Schmidhuber (*1972) Ohne Titel, 2021 Mischtechnik auf Leinwand, 190 x 240 cm
Hamburger Kunsthalle, Schenkung der Künstlerin, 2021 © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Helga Schmidhuber (*1972) Ohne Titel, 2021 Mischtechnik auf Leinwand, 190 x 240 cm

Täuschend echt zeigen sich bestimmte Techniken der Malerei. Schon vor mehreren hundert Jahren illusionierten sie die flache Leinwand als dreidimensional. Wie genau das möglich ist und wo die Grenzen der Malerei verlaufen, lotet die Hamburger Kunsthalle ab dem 31. März mit Keine Illusionen. Malerei im Raum aus. Zu sehen gibt es mitunter eingeladene Kunstschaffende, die eigens für die Ausstellung Arbeiten gefertigt haben – darunter etwa die radikale Malerei von Ingo Meller (*1955) oder die überlebensgroßen Malflächen von Rolf Rose (*1933). Abstraktion und Figuration wechseln sich ab und präsentieren unterschiedlichste Facetten zeitgenössischer Positionen. 

Die Ausstellung richtet den Fokus wider Erwarten nicht auf den illusorischen Effekt von Malerei. Vielmehr geht es um die Grenzen des Darstellbaren sowie um die konzeptionellen wie abstrakten Aspekt des Mediums. Sie beleuchtet den Stellenwert des Publikums und seine Auseinandersetzung mit dem Werk genauso wie die Bedeutung des umliegenden Raumes. Die Hamburger Kunsthalle möchte das Museum als kollektives Gedächtnis wahren und erinnert an das signifikante Wechselspiel zwischen Bilderfindung und der Überlieferung durch die Besuchenden. Die Ausstellung läuft bis zum 31. Oktober.Art.Salon

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