Bären und Gorillas in Paris

»Fragiles Colosses« – Michel Bassompierre zeigt Tierskulpturen bedrohter Arten

Noch bis zum 18. Oktober 2021 sind im Jardin des Plantes in Paris fünf überlebensgroße Plastiken und Skulpturen von Bären und Gorillas zu entdecken, die angesichts ihrer drohenden Ausrottung von einer sanften und verletzlichen Seite gezeigt werden.

10. October 2021

Michel Bassompierre arbeitet mit den traditionellen bildhauerischen Materialien Bronze und Marmor, die seine Tierfiguren in die jahrhundertelange würdevolle Darstellung historischer Personen sowie kulturell bedeutender mythologischer oder biblischer Inhalte reiht. In ihrer sensiblen Gestaltung zeigt uns Bassompierre in Zusammenarbeit mit dem Muséum National d’Histoire Naturelle die intimen, stolzen, sogar verspielten Seiten dieser mächtigen Tiere, die jeweils Herrscher über ihre natürlichen Umgebungen sind - oder bald waren, wenn der Mensch mit seinem bisherigen Verhalten fortfährt.

Die Werke Bassompierres spiegeln einen gewissen Denkmal-Charakter, nicht nur durch die Wahl des Materials. Große Sockel erhöhen jede Skulptur, die Titel verweisen auf ihre jeweiligen Lebensumstände als seien es Erklärungen für künftige Generationen, die diese Tiere nicht mehr erleben werden. Der botanische Garten, zu wissenschaftlichen Zwecken und zur Erhaltung biologischer Vielfalt angelegt, verstärkt als symbolträchtiger Ausstellungsort diese Wirkung.

Arbeiten dieser Art hat Bassompierre bereits weltweit gezeigt, so machte er beispielsweise auch auf die extrem bedrohten asiatischen Elefanten aufmerksam. Diese Ausstellung in Paris ist kostenlos und bis zum 18. Oktober täglich von 07:30 Uhr bis 18:30 Uhr zu sehen.Art.Salon

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