Vom 12. Februar bis 08. Mai 2022 bietet das Kupferstichkabinett Berlin ein echtes Ausstellungserlebnis: In Höllenschwarz und Sternenlicht. Dantes Göttliche Komödie in Moderne und Gegenwart sind Kunstwerke von Sandro Botticelli (1445-1510) bis Andreas Siekmann (*1961) zu sehen. Jahrhunderte alte Zeichnungen stehen neben Siekmanns am Computer gezeichneten Digitaldrucken. Den Kunstwerken liegt Dantes Göttlicher Komödie zu Grunde, ob Buchillustration oder die freie Darstellung moderner, politischer Höllenszenarien wie bei Siekmann. Anlässlich Dantes 700. Todestages im September 2021 demonstriert das Kupferstichkabinett den großen Einfluss der Göttlichen Komödie auf die Bildende Kunst.
Die ältesten Illustrationen zur Göttlichen Komödie stammen aus der Zeit um 1330, nur wenige Jahre nach Dantes Tod 1321. Der Fokus dieser Ausstellung liegt auf seltenen Linol- und Holzschnitten von Ebba Holm bzw. Klaus Wrage aus den 1920er Jahren. Wrage schenkte die Holzschnitte dem Kupferstichkabinett ursprünglich kurz nach deren Entstehung, allerdings gingen diese später im Zweiten Weltkrieg verloren. Vor wenigen Jahren tauchten sie in Spanien auf und befinden sich heute wieder Kupferstichkabinett. Weitere Exponate stammen von namhaften Künstlern wie Sandro Botticelli, Arnold Böcklin, Eugène Delacroix, Gustave Doré und Joseph Anton Koch.