Richard L. Feigens Ruf begründet sich auf sein Sammeln Alter Meister, besonders italienische Meister und britische Landschaftsmaler des 18. und 19. Jahrhunderts. Er stand im wissenschaftlichen Dialog mit auf diesen Gebieten forschenden Kunsthistorikern und entdeckte unter anderem Gemälde von Fra Angelico und Nicolas Poussin wieder. Doch Feigens Spektrum war viel umfassender und zukunftsweisender; besonders setzte er sich für Rezeption Max Beckmanns ein, dessen Werke in den 1950ern große Museen zwar geschenkt bekamen, aber nicht ausstellen wollten. In den 1960er-Jahren war Feigen der erste, der eine Galerie im New Yorker Stadtteil und noch jungem Künstlerviertel SoHo eröffnete. Als schließlich Ende der 1980er Alte Meister wieder gefragt waren und zu Rekordpreisen verkauft wurden, zahlte sich Feigens vorausschauendes Sammeln aus.
Sotheby’s bietet morgen in der Auktion »Collector, Dealer, Connoisseur: The Vision of Richard L. Feigen« nun 55 Kunstwerke Alter Meister zum Verkauf an. Darunter befinden sich Werke des italienischen Barock, der französischen Romantik und der britischen Porträtmalerei.