Berlin: Ausstellung mit Elvira Flamm

Medienbilder in künstlerischer Transformation

Noch bis zum 27. Juni zeigt Elvira Flamm drei Arbeiten ihrer Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names) in der Ausstellung des Made in Berlin Art Award 2026. Sie wurde als eine von 20 Kunstschaffenden für die Schau in der BBA Gallery ausgewählt.

18. June 2026
Ausstellungsansicht mit den Werken von Elvira Flamm.
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Ausstellungsansicht mit den Werken von Elvira Flamm.

Ein Überblick über das Schaffen Berliner Künstlerinnen und Künstler: Beim Open Call des Made in Berlin Art Award waren alle volljährigen, in Berlin lebenden Kunstschaffenden teilnahmeberechtigt. Eine Jury wählte aus den Einreichungen 20 Positionen aus, die noch bis zum 27. Juni in einer Ausstellung in der BBA Gallery präsentiert werden. Entscheidend für die Auswahl waren originelle künstlerische Ansätze und überzeugende visuelle Konzepte.

Neben dem bereits vergebenen Jury-Preis, der mit 500 € dotiert ist und eine Teilnahme an einer künftigen Ausstellung in der BBA Gallery umfasst, wird im Rahmen der Finissage ein Publikumspreis verliehen. Aus den 20 Positionen werden zudem 10 ausgewählt, die in einer Gruppenausstellung im MINI Berlin Showroom präsentiert werden.

Elvira Flamm zeigt drei jüngere Arbeiten aus ihrer 2022 begonnenen Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names). Diese basieren auf Medienbildern, die über krisenhafte Zustände weltweit berichten, jedoch rasch wieder in Vergessenheit geraten. Flamm transformiert diese Bildvorlagen in eine verpixelte Darstellungsweise, um sichtbar zu machen, dass Menschen, deren Gesichter global in den Medien erscheinen, dennoch anonym bleiben und häufig nicht als Individuen wahrgenommen werden. Die künstlerische Überformung verleiht ihnen eine dauerhafte visuelle Präsenz.

Die Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names) ist noch jung, speist sich jedoch aus langjährigen Erfahrungen und Beobachtungen der Künstlerin. Bereits seit den 1980er-Jahren beschäftigen sie eindringliche Bilder der Hungersnot in Ostafrika. Parallel dazu entwickelte sie ein Interesse an der damals aufkommenden verpixelten Darstellung von Medienbildern. In den 1990er- und 2000er-Jahren lebte die Künstlerin 16 Jahre lang naturnah in Surinam, fern westlicher Lebensstandards und der kontinuierlichen globalen Nachrichtenlage. Ihre Rückkehr nach Europa und die damit verbundene mediale Distanz verdeutlichten ihr am Beispiel wiederkehrender Hungersnöte, dass selbst massenhaft verbreitete Bilder keine nachhaltige Aufmerksamkeit erzeugen. Auf dieser Grundlage entwickelte Flamm, deren umfangreiches Œuvre auch materialexperimentelle Ansätze umfasst, ihre Werkserie.Art.Salon

Elvira Flamm, Ikonen ohne Namen (Icons without names) CLXVIII, 2026
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Elvira Flamm, Ikonen ohne Namen (Icons without names) CLXVIII, 2026, 100 x 70 cm

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Ennepetal: Einzelausstellung von Stefan Stichler

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18. June 2026
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18. June 2026