Nottingham: Ibiye Camp in der Bonington Gallery

Nutzen und Last temporärer Energieversorgung

In ihrer neuen Werkreihe layt de kam (Licht kommt) setzt sich die Künstlerin Ibiye Camp mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Kraftwerkschiffen auseinander. Ihre Arbeit ist ab dem 17. Januar in der Ausstellung Ibiye Camp: Layt de kam der Bonington Gallery in Nottingham zu sehen.

17. January 2026

Sie bieten Versorgung, doch sind sie wirklich ein Segen? Kraftwerkschiffe sind vor den Küsten einiger großer westafrikanischer Städte zu finden. Sie stehen für schnelle Energieversorgung, doch hohe Betriebskosten gehen mit hohen Stromkosten einher. Die schwimmenden Kraftwerke können kurzfristig nützlich sein, allerdings zeichnet sich ab, dass durch ihre Verwendung auf eine parallel aufzubauende nachhaltige Energieinfrastruktur verzichtet wird. Die britisch-nigerianische Künstlerin setzt sich nun mit einer ungewöhnlichen Werkreihe mit diesem Phänomen auseinander: layt de kam vereint Film und Textilkunst zu einer Untersuchung, die das gespaltene Verhältnis zu den Kraftwerkschiffen und temporären Energieinfrastrukturen im Allgemeinen abbildet. Diese durch Privatisierung und Deregulierung geprägten Systeme verstärken oft globale Abhängigkeiten, anstatt die Selbstversorgung zu fördern. Herzstück ihrer neuen Arbeit ist der Film GLOW, eine spekulative Kindergeschichte über einen fremden Besucher, der Licht mit sich bringt. Die Ausstellung Ibiye Camp: Layt de kam ist in der Bonington Gallery, die sich an der School of Art & Design der Nottingham Trent University befindet, zu sehen. Sie läuft vom 17. Januar bis zum 07. März.

Am Mittwoch, den 21. Januar, wird Ibiye Camp ab 18 Uhr für einen Artist Talk vor Ort sein.

Die in London lebende Camp ist studierte Architektin und befasst sich in ihrer multidisziplinären künstlerischen Arbeit mit Postkolonialität, Technologie und der gebauten Umwelt. Dabei nutzt sie häufig architektonische Werkzeuge, um Klang, Video, Textilien, Augmented Reality und 3D-Objekte zu schaffen, wobei der Schwerpunkt auf der afrikanischen Diaspora liegt. Mit ihrer Abschlussarbeit Data: the New Black Gold (2019) zog sie internationale Aufmerksamkeit auf sich und war unter anderem für den RIBA President's Medals Students Award nominiert.Art.Salon

Dive deeper into the art world

Berlin: Ausstellung mit Elvira Flamm

Noch bis zum 27. Juni zeigt Elvira Flamm drei Arbeiten ihrer Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names) in der Ausstellung des Made in Berlin Art Award 2026. Sie wurde als eine von 20 Kunstschaffenden für die Schau in der BBA Gallery ausgewählt.

18. June 2026
Ennepetal: Einzelausstellung von Stefan Stichler

Gemälde und Skulpturen über gesellschaftliche Zustände: Stefan Stichler erschafft bedeutungsoffene Werke basierend auf alltäglichen Beobachtungen und eigenen Erfahrungen. In der Ausstellung Bullet The Blue zeigt er aktuelle, vom Zeitgeschehen geprägte Arbeiten. Die Vernissage beginnt am 21. Juni um 15.30 Uhr im Kunstraum EN in Ennepetal.

18. June 2026