Artist in Residence im MoMA-Raum

Okwui Okpokwasili: eine Geschichte über Raum und Zeit hinweg

Im Herzen des Museum of Modern Art in New York verbirgt sich ein »State of the Art Space«, das Marie-Josée and Henry Kravis Studio, für das das Museum im Sommer ein abwechslungsreiches Programm bereithält. Okwui Okpokwasili (*1972) ist die erste »Artist in Residence« des Studios. Ihre Arbeiten erfüllen den Raum zwischen dem 30. Juli und dem 28. August mit Leben. 

30. July 2022
Okwui Okpokwasili. Poor People’s TV Room (solo). Performed at Lincoln Center Atrium 2015.
Foto von Caitlin McCarthy
Okwui Okpokwasili. Poor People’s TV Room (solo). Performed at Lincoln Center Atrium 2015.

Die Choreografin, Performerin und Schriftstellerin Okwui Okpokwasili (*1972) aus Brooklyn stellt ab dem 30. Juli als erste »Artist in Residence« im Marie-Josée and Henry Kravis Studio, ein »State of the art Space« im Herzen des MoMA, ihre performative Arbeit aus. Sie vereint Elemente aus Tanz, Theater und bildender Kunst. Okpokwasili entwickelt in dem Studio eine von ihr selbst geschriebene Geschichte, die sich über Raum und Zeit hinweg entfalten soll. Sie beginnt mit einem fiktiven Ereignis in einem vorkolonialen Nigeria und konzentriert sich auf die gewaltsame Verstrickung einer Familie in den transatlantischen Sklavenhandel. Zusammen mit einer Gruppe von Mitarbeitenden wird Okpokwasili die ihr im Rahmen des Stipendiums zur Verfügung stehende Zeit nutzen, um die Geschichte mithilfe von Bewegung, Klang, gesprochenen Texten und »Volks«-Liedern zu erzählen. Die Arbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit Designer Peter Born. Wer möchte, kann sie bis zum 28. August besuchen. 

Okpokwasili erforscht mit ihrer Arbeit die Rollen afrikanischer und afroamerikanischer Frauen, indem sie multidisziplinäre Performancestücke schafft, die einen gemeinsamen Raum für Publikum und Darstellerin gestalten zu versuchen: »Ich möchte vollständige und vielfältige Charaktere mit Integrität schaffen, braune Körper, die in einem spezifischen und aufgeladenen Kontext arbeiten«, sagt sie. 

Das Marie-Josée und Henry Kravis Studio ist ein Raum für Live-Events, der sich mit Performance, Musik, Sound, Spoken Word und erweiterten Ansätzen für das bewegte Bild beschäftigt. Er ist ein grundlegendes Element der Bemühungen des MoMA, seine Sammlung lebendig zu gestalten und sie mit neuen Auftragsarbeiten etablierter und aufstrebender Künstler zu bereichern.Art.Salon

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