»Der Surrealismus ist kein Stil, sondern eine Geisteshaltung.« – Mit dieser These kokettiert die Tate Modern in London, um die aktuelle Ausstellung Surrealism Beyond Borders zu umschreiben. Ab dem 24. Februar versucht die Kunsteinrichtung darin, dem Surrealismus fernab der Pariser Stadtgrenze und weit nach den 1920er gerecht zu werden und »die Geschichte der revolutionären Kunstbewegung neu zu schreiben«. In der umfassenden Gruppenausstellung zeigt sie, wie die Kunstrichtung sich weltweit etabliert hat. Und auch der Zeitraum reicht über das sonst gerne präsentierte Jahrzehnt hinaus: Die Exponate erstreckten sich über fünf Jahrzehnte und stammen von Künstlerinnen und Künstlern aus Buenos Aires, Kairo, Lissabon, Mexiko-Stadt, Prag, Seoul und Tokio.
Zusammengetragen wurden die, für viele unbekannten, Arbeiten auf der Grundlage von umfangreichen Recherchen, die vom Hyundai Tate Research Centre in Partnerschaft mit Hyundai Motor unterstützt worden sind und nun von den Eyal Ofer Galleries präsentiert werden. Organisiert wurde die Ausstellung von der Tate Modern und dem Metropolitan Museum of Art in New York – zu sehen gibt es die unkonventionelle Auswahl surrealistischer Arbeiten bis zum 29. August.