Der US-amerikanische Regisseur, Dokumentarfilmer und Autor Errol Morris veröffentlichte 2016 einen Dokumentarfilm über die Fotografin Elsa Dorfman (1937-2020), den Netflix aktuell zur Verfügung stellt. Kunstinteressierte nimmt Morris in The B-Side: Elsa Dorfman's Portrait Photography mit auf die Reise durch das Leben, das Werk und das Studio der US-amerikanischen Künstlerin, die vor allem für ihre großformatigen Polaroidbilder bekannt ist. Während der Film ihr Leben und ihre Arbeit als Porträtfotografin durchleuchtet, kann er zugleich als eine Hommage an die Fotografie an sich gesehen werden.
Die am 26.04.1937 in Cambridge (Massachusetts) geborene Elsa Dorfman schloss 1959 ihr Studium in Französischer Literatur an der Tufts University ab und studierte später Grundschulpädagogik am Boston College. Während einer Anstellung beim EDC-Verlag, freundete sich Dorfman mit dem Fotografen des Unternehmens an, der sie in die Welt der Fotografie einführte. Bekannt wurde Dorfman später vor allem für ihre mit einer Großformatkamera geschossenen Polaroidaufnahmen. Zu ihren Porträtmotiven gehörten Freunde und Familienangehörige ebenso wie berühmte Personen, darunter Andrea Dworkin, Allen Ginsberg, Charles Olson, Jonathan Richman und Steven Tyler.