München: Tomás Saraceno im Haus der Kunst

Wasser, Heiligtum aller Menschen

Kunst für eine funktionierende Koexistenz der globalen Bevölkerung: Im Haus der Kunst in München präsentiert der Argentinier Tomás Saraceno Visionen für neue Formen des Zusammenlebens. Die Ausstellung Tomás Saraceno. Verwobene Welten eröffnet am 17. Juli.

17. July 2026
Tomás Saraceno, Salinas Grandes, Nordargentinien, 2026
© Foto: Studio Tomás Saraceno
Tomás Saraceno, Salinas Grandes, Nordargentinien, 2026

Für Smartphones und Elektroautos werden Leben aufs Spiel gesetzt: Die Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes in Nordargentinien befinden sich im Kampf gegen den Lithiumabbau, der die lebenswichtigen Wasserkreisläufe in der Region dramatisch beeinträchtigt. Gemeinsam mit Angehörigen der Gemeinschaften entwickelte der argentinische Künstler Tomás Saraceno (*1973) unter anderem seine Forschungsprojekte Aerocene und Arachnophilia. Sie fordern ein Umdenken der bestehenden sozialen und ökonomischen Machtverteilung zum Schutz des Planeten und des Lebens unzähliger Menschen heraus. Im Haus der Kunst sind nun Einblicke in die Arbeiten des Künstlers zu sehen: Tomás Saraceno. Verwobene Welten läuft vom 17. Juli 2026 bis zum 07. Februar 2027 in München.

Das Werk The Sanctuary of Water (Bilder unten) in den Salinas Grandes ist um ein kreisförmiges Becken angelegt, das den Himmel widerspiegelt und von Lichtkreisen und Reflexionen umgeben ist. Es setzt sich aus fünf »Apachetas« (eigentlich eine Art Altar aus Steinen) zusammen. Sie bestehen aus Salz, besitzen einen Durchmesser von zwei bis 24 Metern und sind bis zu zwölf Meter hoch. Einige von ihnen verfügen über Aussichtsplattformen, die über Treppen erreichbar sind. Das Projekt ist aus einem Dialog mit den lokalen Gemeinschaften entstanden und wird in ihrem Besitz von diesen als Ort für nachhaltigen Tourismus verwaltet, um an gerechte Lebens- und Wasserkreisläufe zu erinnern.

Tomás Saraceno stammt aus Argentinien und lebt in Berlin. Mit seinen Projekten zwischen Kunst, Architektur und Wissenschaft kreiert er ökosoziale Plattformen, die das dringend nötige nachhaltige Leben fördern. Saraceno hat bereits international in renommierten Häusern ausgestellt, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York City, der Palais de Tokyo in Paris und die Serpentine Galleries in London.Art.Salon

Tomás Saraceno, The Sanctuary of Water, 2026
© Foto: Studio Tomás Saraceno
Tomás Saraceno, The Sanctuary of Water, 2026, Konzipiert vom Künstler Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit den elf Indigenen Gemeinschaften des Red-Atacama-Netzwerks, Salinas Grandes, Nordargentinien. Mit großzügiger Unterstützung des Haus der Kunst München, der Aerocene Foundation, Studio Tomás Saraceno und vielen weiteren. Courtesy: der Künstler, Red Atacama und die Aerocene Foundation, sowie die Galerien neugerriemschneider, Berlin, Tanya Bonakdar, Los Angeles, Pinksummer, Genua, Andersen’s, Kopenhagen und Ruth Benzacar, Buenos Aires.
Tomás Saraceno, The Sanctuary of Water, 2026
© Foto: Studio Tomás Saraceno
Tomás Saraceno, The Sanctuary of Water, 2026, Konzipiert vom Künstler Tomás Saraceno in Zusammenarbeit mit den elf Indigenen Gemeinschaften des Red Atacama-Netzwerks, Salinas Grandes, Nordargentinien. Mit großzügiger Unterstützung des Haus der Kunst München, der Aerocene Foundation, Studio Tomás Saraceno und vielen weiteren. Courtesy: der Künstler, Red Atacama und die Aerocene Foundation, sowie die Galerien neugerriemschneider, Berlin, Tanya Bonakdar, Los Angeles, Pinksummer, Genua, Andersen’s Contemporary, Kopenhagen und Ruth Benzacar, Buenos Aires.

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