Berlin & Barcelona: zwei Ausstellungen mit Elvira Flamm

Zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden

Elvira Flamm präsentiert Kunstwerke in zwei Städten parallel: In der Group Exhibition June 2025 des LiTE-Haus in Berlin zeigt sie ab dem 20. Juni Arbeiten ihrer Serie Fading Life. Am 21. Juni eröffnet Hub/Art in Barcelona die Ausstellung Freedom & Beauty: The Language of Art mit Flamms Arbeiten der Serie Ikonen ohne Namen.

18. June 2025
Elvira Flamm, Fading Life XI, 2021, 50 x 40 cm
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Elvira Flamm, Fading Life XI, 2021, 50 x 40 cm

Ende Juni stellt die Künstlerin Elvira Flamm in Berlin und Barcelona parallel aus: Ab dem 20. Juni sind in der Group Exhibition June 2025 des LiTE-Haus in Berlin acht Arbeiten ihrer Serie Fading Life zu sehen. Die 2022 beendete Reihe umfasst insgesamt 40 Werke und thematisiert das durch den Menschen extrem beschleunigte Artensterben. Die 40 Gemälde repräsentieren dabei die 40.000 als weltweit bedroht gelistete Arten. Die Tiere, Pflanzen und Pilze, in Acryl naturgetreu gemalt, werden in den Gemälden von verschiedenfarbigen Schleiern überdeckt. Die Farbe des Schleiers zeigt die Art, seine Breite den Grad der Bedrohung. Der Amerikanische Totengräber beispielsweise, im Bild oben zu sehen, wird als vom Aussterben bedroht gelistet, verursacht durch die Ausbreitung menschlicher Industrie, der Flamm die Farbe Blau zuordnet. Totengräber, in Europa, Asien und Nordamerika heimisch, sind für Ökosysteme äußerst wertvolle Aasfresser. Die Ausstellung des LiTE-Haus, an der insgesamt 13 Kunstschaffende teilnehmen und die von Debbie Davies kuratiert wurde, endet am 29. Juni. Im Rahmen des Kulturfestivals 48 Stunden Neukölln ist das LiTE-Haus vom 27. bis 29. Juni länger als gewöhnlich geöffnet.

Vom 21. Juni bis zum 02. Juli zeigt Elvira Flamm zwei Arbeiten ihrer Serie Ikonen ohne Namen in Barcelona: Hub/Art Exhibition präsentiert in Zusammenarbeit mit ARS ART SPACE die Ausstellung Freedom & Beauty: The Language of Art mit Gemälden, Fotografien und digitaler Kunst. 24 etablierten und aufstrebenden Kunstschaffenden, vor allem aus Europa stammend, wird hier ohne Beschränkungen der künstlerischen Freiheit eine Bühne mit internationalem Publikum geboten. Ikonen ohne Namen basiert auf Medienbildern, denen Flamm durch ihre künstlerische Transformation eine ihrer Bedeutung angemessene langlebige Sichtbarkeit verleiht. Sie zeigen Menschen in Krisensituationen, doch die Menschen bleiben anonym: sie stehen stellvertretend für die Situation, nicht für sich selbst. Flamm kennzeichnet in ihren medienkritischen Gemälden die Anonymität durch »Pixel«.

Je nach Thema wählt Elvira Flamm ihr künstlerisches Medium, häufig Acryl- oder Aquarellmalerei, aber auch experimentelle Ansätze mit ungewöhnlichen Materialien wie Blättern in collageähnlichen Arbeiten oder in Gemälde integrierte Texte, wie bei Fading Life. Die meisten ihrer Arbeiten sind Teil einer Serie. Flamms kreativer Prozess folgt dabei keiner festgelegten Struktur: manche Arbeiten entstehen streng nach Konzept, andere auf experimentelle, spontane Weise. Besonderen Einfluss auf ihre Arbeit haben ihre Lebenserfahrungen aus Suriname, wo sie 16 Jahre lang lebte.Art.Salon

Elvira Flamm, I.O.N. CII, 2025, 70 x 50 cm
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Elvira Flamm, I.O.N. CII, 2025, 70 x 50 cm

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Hamburg: 9. Triennale der Photographie

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03. June 2026
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01. June 2026