Hamburg: 9. Triennale der Photographie

»Alliance, Infinity, Love«

Mit Arbeiten von insgesamt 279 internationalen Kunstschaffenden präsentiert die 9. Triennale der Photographie Hamburg die Vielfalt des Mediums. Zum Thema Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other werden vom 04. bis 06. Juni elf Ausstellungen nacheinander eröffnet.

03. June 2026
Olaf Breuning, Double, 2002
Olaf Breuning, Double, 2002

Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1999 werden in der Triennale der Photographie Hamburg unter einem gemeinsamen Thema werden aktuelle fotografische Trends beleuchtet. Kuratiert vom künstlerischen Leiter Mark Sealy, rückt das Festival dieses Jahr eine fotografische Praxis ins Zentrum, die unterschiedlichste Lebenswelten präsentiert und gemeinschaftsstiftend wirkt. In acht renommierten Museum und Ausstellungshäusern in Hamburg werden insgesamt elf Ausstellungen gezeigt, die vom 04. bis 06. Juni nacheinander eröffnet werden. Den Anfang macht am 04. Juni um 20 Uhr die Hauptausstellung Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other in den Deichtorhallen, die auch das übergeordnete Thema des Festivals festsetzt. Hier sind rund 30 künstlerische Positionen von Brasilien über Grönland bis Japan zu sehen, die sich mit Fragen zu Identität, Intimität, Gemeinschaft und Spiritualität beschäftigen. Die Triennale endet am 22. September.

Während der Opening Days bis zum 14. Juni begleiten zahlreiche Veranstaltungen die Triennale, etwa Talks, Buchpräsentationen und Führungen. Die Sektion Triennale Expanded stellt 15 Projekte vor, die der freien Foto- und Kunstszene Hamburgs eine Bühne geben. Auf dem Festival sind Werke unter anderem von Katharina Bosse, Olaf BreuningClaude CahunF.C. GundlachMario Cravo Neto, Jo Ractliffe, Joke Reichel, Martha Rosler, Sara Sallam, Lee Shulman und Omar Victor Diop, Inuuteq Storch, Mathew Thorne und Derik Lynch und Akram Zaatari zu sehen.

Zwei Ausstellungen im PHOXXI – Haus der Photographie temporär laufen etwas länger bis zum 01. November: In Abdulhamid Kircher – Rotting from Within fügt der deutsch-türkische Künstler (*1996) neu aufgenommenes Bildmaterial, Archivfotos und persönliche Objekte zu Installationen über Erinnerungen und Beziehungen zusammen. Kircher öffnet die Türen zu einem experimentellen Familienalbum, in dem Folgen von Gewalt und Ideen der Versöhnung sichtbar werden.

Mit etwa 30 großformatigen Arbeiten erzählt die deutsch-ghanaische Künstlerin Akosua Viktoria Adu-Sanyah (*1990) in der Schau Residual Sky under Contamination vom Auflösen von Hierarchien. Ausgehend von historischen Fotografien aus dem Geburtsort ihres Vaters im heutigen Ghana entwickelt Adu‑Sanyah neue visuelle Räume, in denen Landschaften und Baumkronen abseits kolonialer Kontexte existieren. »Mich bewegt die Möglichkeit, dass Würde gerade dort entstehen kann, wo das Verwundete sichtbar wird. Das Werk macht den Schaden nicht ungeschehen. Es weigert sich lediglich, das beiseite zu legen, was ihn trägt«, äußert sich die Künstlerin.Art.Salon

F.C. Gundlach, Jet Age, 1963
F.C. Gundlach, Jet Age, 1963

Dive deeper into the art world

München: Tomás Saraceno im Haus der Kunst

Kunst für eine funktionierende Koexistenz der globalen Bevölkerung: Im Haus der Kunst in München präsentiert der Argentinier Tomás Saraceno Visionen für neue Formen des Zusammenlebens. Die Ausstellung Tomás Saraceno. Verwobene Welten eröffnet am 17. Juli.

17. July 2026
London: Tate Modern zeigt Ana Mendieta

Ein einzigartiges Œuvre: Mit über 150 Arbeiten, darunter Filme, Installationen und selten zu sehende Gemälde, präsentiert die Tate Modern die kubanische Künstlerin Ana Mendieta. Die gleichnamige Ausstellung eröffnet am 15. Juli in London.

15. July 2026