Berlin: öffentliche Führungen im Museum für Asiatische Kunst

Beim Museumsbesuch über Provenienz, Restitution und koloniale Kontinuitäten diskutieren

Die Neupräsentation des Museums für Asiatische Kunst im Berliner Humboldt Forum will sich auch kritisch mit den Sammlungsbeständen auseinandersetzen. Seit dem 23. Januar erhalten Interessierte bei beinahe täglich stattfindenden, öffentlichen Führungen mitunter die Gelegenheit, über Provenienz, Restitution und koloniale Kontinuitäten zu diskutieren.

31. January 2022
Bodhisattva Avalokiteshvara in Wasser-Mond-Pose
Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Foto: Alexander Schippel
Bodhisattva Avalokiteshvara in Wasser-Mond-Pose (China, Song Dynastie, 960 – 1279) im Modul „Kunst und Kult. Sakrale Kunst in China und Japan“ des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum

Das erst letzten September eröffnete Humboldt Forum in Berlin veranstaltet seit dem 23. Januar öffentliche Führungen im Museum für Asiatische Kunst, und präsentiert darin erstmals seine Kunstsammlung mit Kunstwerken aus Süd-, Südost-, Ost- und Zentralasien. Das ethnologische Museum stand lange wegen der umstrittenen Herkunft der Kulturgüter im Fokus. Aus diesem Grund werden während der Führung auch Fragen zu Provenienz, Restitution und kolonialer Kontinuitäten diskutiert. 

Die Veranstaltung kostet acht Euro pro Person und muss vorab online oder an der Kasse im Foyer gebucht werden. Die Führung dauert etwa eine Stunde und wird in englischer Sprache abgehalten. Außerdem bitten die Veranstalter darum, 15 Minuten vor Start am Treffpunkt (im Humboldt Forum, auf dem Schloßplatz in Berlin) zu erscheinen. Zu beachten gilt weiterhin, dass die Gruppengröße wegen der Pandemielage je nach Vermittlungsformat auf maximal 10 Personen begrenzt ist und die bekannten Hygieneregeln einzuhalten sind. Art.Salon

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