Der deutsche Maler, Zeichner und Grafiker Dieter Goltzsche (*1934) fiel schon früh durch sein künstlerisches Talent auf, bekannt ist er vor allem für seine Aquarelle und Gouachemalerein, mittels denen er Farben zum Leuchten und Schwingen bringt. Die Bildhauerin Sylvia Hagen (*1947) befasst sich hauptsächlich mit Porträts und Torsi, seit den 70er Jahren ist in ihren Werken ein allmählicher Prozess des Entschwindens klarer Konturen und eindeutiger Gestalt zu erkennen. Den beiden Kunstschaffenden widmet der Packhof des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in Frankfurt (Oder), kurz BLMK, ab dem 28. November 2021 eine Ausstellung. Dieter Goltzsche und Sylvia Hagen. Folge dem Auge – vertrau der Hand zeigt 12 Plastiken von Sylvia Hagen und um die 40 Bilder von Dieter Goltzsche, deren Auswahl unter anderem auf Goltzsches großzügiger Schenkung an das BLMK fußt. Bis zum 30. Januar 2022 verkörpert die Ausstellung mit ihren Aquarellen, Grafiken und Plastiken das Räumliche und das Flächige und möchte Besucherinnen und Besuchern so einen Dialog ermöglichen, der aus geistiger Verwandtschaft und formaler Andersartigkeit entfacht wird.
Sylvia Hagen wurde am 12. Februar 1947 in Treuenbrietzen (Deutschland) geboren und studierte von 1971 bis 1976 unter Fritz Dähn, Karl Lemke, Karl-Heinz Schamal und Werner Stötzer Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Stötzer und sie heirateten 1998. Bereits seit 1976 arbeitet Hagen als freiberufliche Bildhauerin. Bis 1990 war sie zudem Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.
Der am 28. Dezember 1934 in Dresden geborene Dieter Goltzsche studierte von 1952 bis 1957 bei den Professoren Hans Theo Richter und Max Schwimmer an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Im Anschluss war er zeitweise Schwimmers Meisterschüler. Seit 1959 lebt Goltzsche als freischaffender Künstler in Berlin und war von 1992 bis 2000 als Professor für Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee tätig.