Es ist einer der ungewöhnlichsten Ausstellungsorte der Stadt: Das Kühlhaus Berlin besticht durch interessante Räumlichkeiten. Vom 02. bis zum 05. Oktober ist dort die Ausstellung Bridging Cultures zu sehen. Gerlind Hentze aus dem Künstlerprogramm des Art.Salon zeigt eine große Bandbreite ihrer Arbeit.
29. September 2025
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Gerlind Hentze, Notationen Nr. 2, 2025, Wachs und Pigment auf Karton, 23 x 20 cm
Kunstwerke auf drei Etagen verteilt: Mit einer Fläche von über 5.000 m² und außergewöhnlichen Raumsituationen ist das Kühlhaus Berlin ein faszinierender Ort, um Kunst auszustellen. Beispielsweise werden Gemälde zum Teil an Stahlträgern, die an der Decke verlaufen, befestigt und hängen so mitten im Raum. Das Kühlhaus in der Nähe des Bahnhofs Gleisdreieck wurde 1901 errichtet und war damals der größte Kühlhauskomplex in Europa. Heute wird das Gebäude, das seit 1989 unter Denkmalschutz steht, für Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Interessierte können die Räumlichkeiten auch in einem virtuellen 3D-Rundgang erkunden. Vom 02. bis zum 05. Oktober präsentieren rund 40 Künstlerinnen und Künstler dort ausgewählte Arbeiten in der Ausstellung Bridging Cultures.
Eine der teilnehmenden Künstlerinnen ist Gerlind Hentze. Sie zeigt eine große Auswahl ihrer künstlerischen Position mit figürlichen Gemälden, Skulpturen und abstrakten Wachsarbeiten auf Karton. Hentze sucht in ihren Arbeiten nach der grundlegenden Substanz des menschlichen Lebens, indem sie Überflüssiges reduziert. Sie befasst sich mit der menschlichen Wahrnehmung und Erinnerung, die nur Fragmente des Lebens und der Vergangenheit abbilden und so zu Metaphern der Vergänglichkeit werden. »Im Prozess des Erinnerns und Vergessens ist die Flüchtigkeit die einzige Konstante«, äußert sich die Künstlerin zu ihren Werken.
Ihre abstrakten Wachsarbeiten sind geprägt von rhythmischen Wiederholungen, die sich nicht als feste Struktur, sondern als wandelbar erweisen. Die Suche nach Freiheit und die unendlichen Möglichkeiten, die das Leben bietet, begegnen Hindernissen und stehen den Konsequenzen bereits eingeschlagener Wege gegenüber. Das vielschichte, von zahlreichen äußeren Einflüssen bewegte Innenleben des Menschen findet in Hentzes Werken seine bildliche Übersetzung.
Gerlind Hentze lebt in Glienicke/Nordbahn in Brandenburg. Sie hat ihre Arbeiten auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und wurde für mehrere Preise nominiert, zuletzt für den Kunstpreis Deutschland in der Kategorie Bildhauerei. Im Jahr 2016 gewann sie beim Europäischen Kulturwettbewerb des spanischen Ministeriums für Arbeit und Soziales in Jerez de la Frontera den 1. Preis in der Kategorie Malerei.
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Gerlind Hentze, Der Zwielichtige aus der Reihe Insgeheim, 2023, Ton bemalt mit Grundierung und Eitempera, 40 x 25 x 15 cm
Im Rahmen der Reihe InterNationalgalerie lädt die Alte Nationalgalerie andere Institutionen in die eigenen Räumlichkeiten ein. Den Auftakt macht ab dem 18. Juni das Nationalmuseum in Warschau mit der Ausstellung Die Erfindung der Mythen.
Noch bis zum 27. Juni zeigt Elvira Flamm drei Arbeiten ihrer Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names) in der Ausstellung des Made in Berlin Art Award 2026. Sie wurde als eine von 20 Kunstschaffenden für die Schau in der BBA Gallery ausgewählt.