Bereits in jungen Jahren begann Sylvester Stallone mit der Malerei. Seine frühen experimentellen Werke signierte er noch mit Mike Stallone, nach seinem ersten Vornamen. Stallone war aus finanziellen Gründen gezwungen, sich nach ertragreicheren Alternativen umzusehen und versuchte sich als Schauspieler und Autor. Der Durchbruch gelang ihm nach schwierigen Jahren mit 30 als Hauptdarsteller und Drehbuchautor des Boxerdramas Rocky (1976), das zum Kassenschlager wurde und den Oscar für den besten Film gewann. Stallone wurde zu einem der bekanntesten Hollywoodstars und drehte bis heute vor allem Actionfilme.
Die Malerei vergaß er dabei nie. Parallel zum Drehbuch von Rocky entstand das Mixed-Media-Gemälde Finding Rocky im Jahr 1975. Seither ist Stallones filmisches Schaffen eng mit seiner Malerei verbunden; sie beeinflussten sich gegenseitig. Stallone bezeichnet seine Bilder als »actiongeladen«, so wie er auch selbst sei. Während er auf der Leinwand nur Rollen verkörpere, zeige er sich in seiner Malerei in seiner wahren Gestalt. Dies ist auch der Grund, weshalb Stallone sich lange Zeit nicht überwinden konnte, mit seinen Arbeiten an die Öffentlichkeit zu gehen.
Das Osthaus Museum Hagen ist nun das dritte Museum, das eine Ausstellung mit den Werken Stallones veranstaltet. Diese waren bisher nur 2013 in St. Petersburg und 2015 in Nizza zu sehen. Die Schau »Sylvester Stallone. Retrospektive zum 75. Geburtstag« eröffnete am 04. Dezember in Hagen und läuft bis zum 20. Februar 2022. Etwa 50 Arbeiten des Actionstars werden dort präsentiert, darunter auch erstmals zu sehende Frühwerke.