Mimi Plumb (*1953) begann als Teenager nahe San Francisco lebend mit der Fotografie. Beeinflusst von der politischen und wirtschaftlichen Instabilität der 1970er, ist der Umgang der Menschen miteinander und mit ihrer Umwelt zentrales Thema ihrer Arbeit. Oft sind Plumbs Fotografien pathetisch und mit feinem Humor und Absurdität komponiert. Das High Museum of Art in Atlanta eröffnet nun die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin, bei der über 100 ihrer Bilder gezeigt werden. An ihrer Arbeit lässt sich nachverfolgen, wie Veränderungen in der Geopolitik, der Wirtschaft und der Umwelt das amerikanische Leben von den 1970er Jahren bis heute geprägt haben. Blazing Light: Photographs by Mimi Plumb eröffnet am 06. Februar und schließt am 10. Mai.
Die Ausstellung rückt vier von Mimi Plumbs Projekten in den Fokus: The White Sky (1972-1978), ihre erste Werkreihe, beschäftigt sich mit der Langeweile von Jugendlichen in amerikanischen Vorstädten. Die Bilder sind von Plumbs eigenen Erfahrungen geprägt, sie war zu dem Zeitpunkt nur wenige Jahre älter als die fotografierten Teenager. Landfall (1984-1990) und The Golden City (1984-2020) dokumentiert den Verfall der Natur durch menschliche Einflüsse und die sich rasch ausbreitende urbane Bebauung. In The Reservoir (2021-2025) wird verdeutlicht, wie der Klimawandel, etwa durch Dürre, die Menschen im alltäglichen Leben zunehmend belastet. Für dieses Projekt erhielt die Fotografin im Jahr 2022 eine Guggenheim Fellowship. Plumbs Arbeiten befinden sich unter anderem in den Sammlungen des San Francisco Museum of Modern Art, dem Museum of Fine Arts Boston, dem Los Angeles County Museum of Art und der Deutsche Börse Photography Foundation.
Im Anschluss an die Präsentation im High Museum wandert die Ausstellung an das Herbert F. Johnson Museum of Art in Ithaca, New York, an das Norton Museum of Art in West Palm Beach, Florida, und das Museum of Contemporary Photography am Columbia College Chicago.