Immaterieller Begleiter: Das Kunstmuseum Bonn widmet sich mit einer besonderen Ausstellung einem mit symbolischer Bedeutung aufgeladenem Phänomen, dem Schatten. From Dawn Till Dusk. Der Schatten in der Kunst der Gegenwart eröffnet am 03. Juli mit rund 40 Kunstwerken.
Vadim Fishkin, Coffee and Ink, 2012 (Detail), Projektor, Tintenflasche, Tisch
Bereits in der Antike war der Schatten mit der Kunst verbunden: In einem bekannten Mythos zeichnete Dibutade, Tochter des Töpfers Butades, mit Kohle den Schattenumriss vom Kopf ihres Geliebten nach und erfand so die Malerei. Der Schatten, mit dem Körper verbunden und doch nicht zu ihm gehörend, wurde seit jeher mit verschiedenen Bedeutungen versehen: Politisches, Bedrohliches oder Identitätskrisen wurden mit ihm ausgedrückt. Besonders in der Romantik spielte der Schatten mit seiner unheimlichen Wirkung eine große Rolle. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte er sich in der Fotografie und später im Film zu einem bedeutenden Bildelement. Erstmalig widmet ein deutsches Museum dem Phänomen Schatten eine Kunstausstellung: From Dawn Till Dusk. Der Schatten in der Kunst der Gegenwart läuft vom 03. Juli bis zum 02. November im Kunstmuseum Bonn. Kuratiert wurde sie von Prof. Dr. Stephan Berg.
From Dawn Till Dusk. Der Schatten in der Kunst der Gegenwart ist die Abschiedsausstellung von Prof. Dr. Stephan Berg, der 17 Jahre als Intendant am Kunstmuseum Bonn tätig war. Zu seinen auch international besprochenen Ausstellungshighlights zählen Made In Germany (2007) und Der Westen leuchtet (2010).
Courtesy Marlene Dumas, Foto: Peter Cox
Marlene Dumas, The Origin of Painting (The Double Room), 2018, Öl auf Leinwand, 300 x 100 cm
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