Bucerius Kunst Forum präsentiert »Minimal Art. Körper im Raum«

Die sinnliche Seite des Minimalismus

Das Bucerius Kunst Forum zeigt ab dem 12. Februar eine ganz neue Seite des Minimalismus, in dem es die Sinnlichkeit des Genres emporhebt. In Minimal Art. Körper im Raum können sich die Besuchenden voll und ganz ihrer eigenen Wahrnehmung hingeben. 

12. February 2022
Sol LeWitt: Cube-Cube, 1965
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022 | Foto: Sammlung FER Collection
Sol LeWitt: Cube-Cube, 1965 Sammlung FER Collection

Die Sinnlichkeit der Minimal Art formiert sich aus der veränderten Wahrnehmung, die durch die Bewegung beim Betrachten entsteht, verschiedene Lichtstimmungen und die oftmals imposanten Dimensionen raumgreifender Objekte. Durch das Spiel mit den Sinnen wird sie erlebbar – sie geht dabei über das Vorurteil hinweg, allein von der reduzierten Formensprache zu leben. Dieser Aspekt des Minimalismus findet nur äußerst selten Beachtung, weshalb das Bucerius Kunstforum in Hamburg sich ihm in Minimal Art. Körper im Raum vom 12. Februar bis zum 24. April widmen wird. 

Das Besondere an der Werkschau ist aber nicht nur der sinnliche Blick auf die vermeintlich kühle Kunstrichtung: Besuchende dürfen sich auf echte Koryphäen der US-amerikanischen Minimal Art aus den 1960er Jahren freuen. Das Ausstellungshaus bricht die klassische Komponente der Veranstaltung sodann mit zeitgenössischen Positionen und stellt sie den ursprünglicheren Exponaten gegenüber. Viel Erklärung vonseiten der Veranstalter braucht es bei der Begehung des Ausstellungsraumes übrigens nicht: Im Fokus stehen die Besuchenden und »ihre individuelle Wahrnehmung der objekthaften Werke im Raum«. So geht das Bucerius Kunstforum ganz an die anfängliche Vorstellung einer demokratisierten Kunst zurück, nach der die Minimal Art auch ohne Vorwissen erlebt und verstanden werden soll.

Die Ausstellung speist sich aus insgesamt siebzehn Leihgaben von deutschen Museen und Privatsammlungen, unter denen sich Namen wie Sol LeWitt, Robert Morris, Imi Knoebel, Charlotte Posenenske und Gerold Miller wiederfinden. Art.Salon

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