Seit 20 Jahren wird der Preis jährlich vergeben und mittlerweile als einer der großen Kunstpreise weltweit angesehen. Im Fokus stehen zeitgenössische Künstler mit Nähe zur französischen Kunstszene, die sich in besonderem Maße durch Innovationen hervorgetan haben. Ziel ist es, den Künstlern durch den Preis eine weltweite Bühne zu schaffen. Die Vergabe findet am 18. Oktober statt.
Bereits im Januar 2021 wurden die Nominierten bekannt gegeben, sodass sie Projekte speziell für diese Ausstellung fertigen konnten. Lili Reynaud Dewar, die vor allem in den Bereichen Skulptur, Performance und Video arbeitet, präsentiert eine Video-Installation über die letzten Tage des 1975 ermordeten Regisseurs Pier Paolo Pasolini. Freunde und Familienmitglieder sprechen über Pasolini und dessen Ermordung, die bis heute nicht vollständig aufgeklärt ist. Auch der Nominierte Julien Creuzet widmet sein Projekt einer Person: dem 2020 verstorbenen Sprachphilosophen und Jazzmusiker Jacques Coursil. Creuzet komponiert Environments aus Skulptur, Video und Audio in Verbindung mit gefundenen Objekten.
Andere Wege geht Isabelle Cornaro, die die für ihr Werk typische Erforschung der Beziehung von Menschen zu Objekten fortsetzt. In Installationen, Gemälden und Videos untersucht sie kritisch den Einfluss von massenproduzierten Waren auf den einzelnen Menschen und die Gesellschaft, emotional geprägt von Ablehnung und Begierde der Konsumgüter. Auch der Schweizer Julian Charrière, dessen Werk vor allem Installation, Fotografie und Performance umfasst, hat eine Chance auf den Preis. Sein Projekt für diese Ausstellung befasst sich mit dem Element Kohlenstoff, das nicht nur in reiner Form, sondern auch in zahlreichen Verbindungen in der Natur vorkommt und eine Basis des Lebens ist. Von Diamanten über Kohlenstoffdioxid bis zu Glaskohlenstoff bestimmt er unser Leben und unsere Kulturen mehr, als uns allgemein bewusst ist.