Die Internationalität Südfrankreichs: Mit bemerkenswerten Positionen aus lokalen und internationalen Kunstszenen lockt die Art-O-Rama Kunstkenner und -interessierte nach Marseille. Die 19. Ausgabe der Messe findet vom 29. bis zum 31. August statt.
28. August 2025
Courtesy the artist and sans titre. Upon request
Gallery: sans titre x Ilenia. Romain Sarrot, Little rail, 2025, Rectangular aluminum tubes, corner brackets, plastic end cap, 71 x 7 x 26 cm
Im Jahr 2007 fand die Art-O-Rama zum ersten Mal statt und ist seither kontinuierlich gewachsen. Die ehemalige Tabakfabrik in der Hafenstadt Marseille hat sich zu einer festen Größe in der europäischen Kunstwelt entwickelt, die Einblicke in das Frankreich außerhalb der Hauptstadt Paris bietet. Über 60 Galerien nehmen vom 29. bis zum 31. August an der 19. Ausgabe der Art-O-Rama teil. Es sind vorwiegend lokale, aber auch aus dem europäischen Ausland stammende Galerien. Die Kunstmesse bietet auch wegen ihrer geringen Gebühren vor allem jungen Galerien, die junge Kunstschaffende vertreten, eine wichtige Bühne. Durch Sponsorengelder und öffentliche Finanzierung könne die Messe finanziellen Druck von den Galerien nehmen. Nicht wenige Aussteller, die heute regelmäßig auf der Frieze London oder der Art Basel zu finden sind, haben in ihrer Anfangszeit die Art-O-Rama als Sprungbrett nutzen können. Dazu gehören beispielsweise die Münchner Nir Altman Galerie und Madragoa aus Lissabon.
Neu in diesem Jahr ist der sogenannte »Immaterial Salon«, eine Online-Sektion, die zeitgenössisches Design präsentiert. Weiterhin finden zahlreiche Screenings, Podiumsdiskussionen und weiteres kostenfreies Begleitprogramm während der Messe statt. Die Art-O-Rama ist nicht nur Kunstmesse, sondern auch Vermittler der einzigartigen Kulturvielfalt Südfrankreichs, das im zentralistischen Land allzu oft im Schatten von Paris steht.
Art-O-Rama wird von Fræme in Koproduktion mit La Friche la Belle de Mai veranstaltet.
Courtesy the artist and Longtermhandstand
Gallery: Longtermhandstand. Attila Bagi, Nude descending a flame, 2025, 103 x 77, Oil on canvas
Im Rahmen der Reihe InterNationalgalerie lädt die Alte Nationalgalerie andere Institutionen in die eigenen Räumlichkeiten ein. Den Auftakt macht ab dem 18. Juni das Nationalmuseum in Warschau mit der Ausstellung Die Erfindung der Mythen.
Noch bis zum 27. Juni zeigt Elvira Flamm drei Arbeiten ihrer Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names) in der Ausstellung des Made in Berlin Art Award 2026. Sie wurde als eine von 20 Kunstschaffenden für die Schau in der BBA Gallery ausgewählt.