Museum Wiesbaden: »Louise Nevelson – Die Poesie des Suchens«
Eine Neubelebung des Alltäglichen
Erstmals seit 35 Jahren zeigt das Museum Wiesbaden wieder Arbeiten von Louise Nevelson: Die Einzelausstellung Louise Nevelson – Die Poesie des Suchens setzt den Fokus auf die weniger bekannten Collagen der Künstlerin, die ab dem 31. Oktober zu sehen sind.
»Wenn ich arbeite, bin ich nicht auf der Suche nach Perfektion. Ich suche nach dem Leben«, erläuterte Louise Nevelson im Jahr 1983 ihr Schaffen. Bekannt wurde sie durch ihre monumentalen Assemblagen, meist monochrom in Schwarz, Weiß oder Gold. Seltener zu sehen sind die Collagen der Künstlerin, die sie ab 1953 bis in die 1980er schuf. In der Ausstellung Louise Nevelson – Die Poesie des Suchens des Museum Wiesbaden rücken diese nun in den Fokus und treten in Dialog mit Nevelsons Assemblagen und Wandreliefs. In fünf Themenbereiche gegliedert geht die Schau dem Verständnis der Künstlerin von Suchen und Neuordnen von Raum und Materialität auf den Grund. Gezeigt werden die Arbeiten vom 31. Oktober 2025 bis zum 15. März 2026.
Louise Nevelson (1899-1988) gehört heute zu den bekanntesten US-amerikanischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und gilt als Pionierin der Assemblage und der abstrakten Skulptur. Für ihre kubistisch geprägten verschachtelten Werke, in denen sie mit Vorliebe auch ungewöhnliches Material wie Möbelfragmente verarbeitete, erhielt sie vor allem ab den 1960ern große internationale Aufmerksamkeit, als sie bei der Biennale in Venedig (1962) und zweimal auf der Documenta in Kassel (1964, 1968) ausstellte. Im Jahr 1962 kaufte auch erstmals ein Museum, das Whitney Museum of American Art, eine ihrer Arbeiten an. In diversen Städten in den USA, darunter New York, Philadelphia, Houston, Los Angeles und Honolulu, sind öffentliche Skulpturen Nevelsons angebracht.
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