Rom: Ausstellung »Stillness« in der Biblioteca Angelica

Elvira Flamm: die Komplexität des Alltäglichen

Vom 24. bis 31. Januar präsentiert eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Europas, die Biblioteca Angelica in Rom, die Kunstausstellung Stillness. Unter den ausstellenden Kunstschaffenden ist auch Elvira Flamm mit einer Arbeit ihrer Serie Endloses Fluidum.

21. January 2026
Elvira Flamm, Endloses Fluidum XVII, 2025
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Elvira Flamm, Endloses Fluidum XVII, 2025, Filzstift, Aquarellfarbe und Tinte, 24 x 32 cm

Die Biblioteca Angelica in Rom, an der Piazza di Sant’Agostino nahe der Piazza Navona gelegen, wurde 1604 eröffnet und ist eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Europas. Regelmäßig sind in den Galerieräumen der Bibliothek Kunstausstellungen zu sehen: Am 24. Januar eröffnet dort die Schau Stillness, an der über 30 Kunstschaffende teilnehmen. In der von Monica Ferrarini kuratierten Ausstellung wird Kunst als Ort der Stille, als Ort des bewussten Zuhörens gezeigt, der dem chaotischen Wandel der Gesellschaft gegenübersteht. Kunst lädt zur Reflektion ein. Die ausgestellten Kunstwerke sind bis zum 31. Januar zu sehen.

Eine der teilnehmenden Kunstschaffenden ist Elvira Flamm aus dem Künstlerprogramm des Art.Salon. Die vielgereiste Künstlerin geht in ihrem vielfältigen Werk immer wieder der Komplexität des scheinbar Gewöhnlichen auf den Grund. In Rom präsentiert sie eine aktuelle Arbeit ihrer Serie Endloses Fluidum (oben abgebildet), die von Flamms Berührungen mit diversen Sprachen inspiriert ist. Bereichert durch etymologische Herkunftsstudien von Wörtern bildet sie hier in Aquarellen die Wandelbarkeit und Entwicklungsfähigkeit von Sprachen künstlerisch ab.

Die Künstlerin und die Kuratorin Ferrarini arbeiteten auch an einem anderen Projekt zusammen: Vor Kurzem erschien Ferrarinis Buch Giubileo di Speranza: l’arte come via di rinascita (Jubilee of hope: art as a way of rebirth), das fünfte Buch der Reihe Capsule Art Collection. Contemporary insights von Gangemi Editore SPA International in Rom. Hier werden ausgewählte Künstlerinnen und Künstler vorgestellt, die hinter die Fassaden des Alltäglichen schauen. Elvira Flamm ist mit einer Arbeit ihrer Reihe Ikonen ohne Namen (unten abgebildet) vertreten, in der sie die Anonymität und Schnelllebigkeit von Bildern aus Massenmedien kritisiert und den Inhalten, die oft von Krisen und Leid berichten, Dauerhaftigkeit verleiht. Ausgangspunkt des abgedruckten Gemäldes war ein Medienfoto von der Hungersnot in Somalia.Art.Salon

Elvira Flamm, Ikonen ohne Namen (Icons without names) XLIX, 2023
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Elvira Flamm, Ikonen ohne Namen (Icons without names) XLIX, 2023, Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm

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