Ladakh, Indien: »sā Ladakh«, eine einzigartige Biennale

Im Rhythmus der Berge: Zeitgenössische Kunst in Ladakh

Die sā Ladakh erfindet sich neu: Die weltweit höchstgelegene Biennale für regenerative Kunst entfaltet sich nicht nur an einem Ort, sondern an einer 230 Kilometer langen Route in der nordindischen Region Ladakh. Die ortsspezifischen Kunstwerke, die sich mit Klima, Kultur und Gemeinschaft befassen, sind vom 01. bis 10. August zu sehen.

10. July 2026
‘Untitled’, 2023, by Jigmet Angmo, sā Ladakh - Edition One, 2023. Photo by Rahul Gautam. Courtesy of sā Ladakh Biennale.
‘Untitled’, 2023, by Skarma Sonam Tashi, sā Ladakh - Edition One, 2023. Photo by Rahul Gautam. Courtesy of sā Ladakh Biennale.

Ein wichtiger Botschafter für regenerative Kunst: Unter dem Titel Signale von einem anderen Stern vereint die sā Ladakh Biennale nachhaltige künstlerische Praktiken mit dringenden globalen Themen. Die Biennale präsentiert bei ihrer dritten Ausgabe erstmals dezentral ortsspezifische Werke von 26 internationalen und regionalen Künstlerinnen und Künstlern: Entlang der 230 Kilometer langen Route von Leh bis Kargil, einem wichtigen Abschnitt der historischen Seidenstraße, werden acht Orte zu Zentren von Kunst und einem umfassenden Rahmenprogramm in Zusammenarbeit mit lokalen Communities. Ihrem Namen entsprechend – sā bedeutet Erde, Boden – verbindet die Biennale vom 01. bis 10. August Städte, Dörfer und Landschaften und vermittelt innovative Zugänge zu regenerativer Kunst. Die diesjährige Ausgabe wurde von Vishal K. Dar gemeinsam mit Tsering Motup Siddho kuratiert.

Gegründet wurde sā 2023 von Tenzin Jamyang, Raki Nikahetiya und Sagar Singh in der Kleinstadt Leh als Land Art Ausstellung. Leh liegt im Himalaya-Gebiet und ist eine der höchstgelegenen Städte der Welt. Seither wurde sā bewusst erweitert und anhand der Prinzipien Erneuerung, Lernen und ethischem Engagement an die Bedürfnisse der Region Ladakh angepasst. Die Biennale arbeitet mit zahlreichen Partnern zusammen, unter anderem mit der Deutschen und der Österreichischen Botschaft in Indien. Dieses Engagement schafft einen Dialog zwischen den Gebirgswelten des Himalayas und der Alpen, deren fragile Ökosysteme und gewachsene Kulturlandschaften den Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt sind. Mit der aktuellen Ausgabe von sā werden noch weitere Projekte ins Leben gerufen, beispielsweise der sā Salon, eine neue öffentliche Plattform für kulturellen Austausch und Reflektion.

‘Untitled’, 2023, by Skarma Sonam Tashi, sā Ladakh - Edition One, 2023. Photo by Rahul Gautam. Courtesy of sā Ladakh Biennale.
‘Untitled’, 2023, by Jigmet Angmo, sā Ladakh - Edition One, 2023. Photo by Rahul Gautam. Courtesy of sā Ladakh Biennale.

Folgende Künstlerinnen und Künstler nehmen an der sā Ladakh Biennale 2026 teil: Agnieszka Kurant (Polen), Amrit Kakri (Nepal), Anna Jermolaewa (Russland/Österreich), Arunima Dazess Wangchuk (Leh, Ladakh), Avantika Bawa (USA/Indien), Ayan Biswas (Likir, Ladakh), Chemat Dorjey (Sakti, Leh, Ladakh), David Soin Tappeser (Deutschland), Denizay Apusoglu (Schweiz), Grazia Toderi (Italien), Himali Singh Soin (Indien), Jigmet Angmo (Sakti, Leh, Ladakh), Jitish Kallat (Indien), Jonas Kissling (Schweiz), Peter Kogler (Österreich), Shupiwe Chongwe (Australien), Skarma Sonam Tashi (Sapi, Kargil, Ladakh), Stanzin Samphel (Chemday, Leh, Ladakh), Stanzin Tsepel (Rangdum, Zanskar, Ladakh), Stanzin Wangail (Stok, Leh, Ladakh), Tashi Namgial (Skurbuchan, Leh, Ladakh), Tenzin Olden (Shilling-Skit, Zanskar, Ladakh), Tom Mùller (Schweiz), Tundup Dorjay (Igoo, Leh, Ladakh), Urgain Zawa (Igoo, Leh, Ladakh) und Zahara Batool (Pashkum, Kargil, Ladakh).Art.Salon

Courtesy of sā Ladakh Biennale 2026
Courtesy of sā Ladakh Biennale 2026

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