Kurz nach 1900 prägten zwei Neuentwicklungen die Holzschnitte in Japan: Zum einen sōsaku hanga (»kreativer Druck«), von der europäischen Herstellungsweise beeinflusst, in der ein einzelner Künstler die gesamte Arbeit an einem Druck selbst durchführt und zum anderen Shin-hanga (»neuer Druck«), bei der damals neue Motive in der traditionellen japanischen Art mit einem Zeichner, einem Schnitzer und einem Drucker hergestellt wurden. Onchi Kōshirō trug im Geiste des auf Europa ausgerichteten sōsaku hanga-Ansatzes und somit als allein agierender Künstler hauptsächlich zur Verbreitung abstrakter Motive im japanischen Holzschnitt sowie zu deren internationaler Rezeption bei.
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