Ab dem 13. November 2021 zeigt der Kölnische Kunstverein in einer Ausstellung mit dem Titel Daniela Ortiz – Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise Werke von Daniela Ortiz. Bis zum 30. Januar 2022 können Interessierte die Arbeiten der peruanischen Künstlerin ansehen, mit denen sie visuelle Erzählungen und Spannungsräume schafft, in denen die Konzepte von Nationalität, Rassifizierung, sozialer Klasse und Geschlecht untersucht werden, um Strukturen kolonialer, patriarchalischer und kapitalistischer Macht kritisch zu beleuchten. In ihren jüngsten Projekten befasst sich Ortiz mit dem europäischen Migrationskontrollsystem, dessen Zusammenhang zum Kolonialismus und der von europäischen Institutionen geschaffenen Rechtsstruktur, mit der rassifizierten und migrantischen Gemeinschaften Gewalt angetan wird. Daniela Ortiz – Nurtured by the defeat of the colonizers our seeds will raise stellt die erste institutionelle Einzelausstellung Ortiz’ in Deutschland dar, zu der begleitend das Künstlerbuch The Rebellion of the Roots (2021) erscheint.
Die 1985 in Cusco (Peru) geborene Daniela Ortiz lebt heute in Urubamba, Peru und setzt sich in ihren Werken – darunter vornehmlich Zeichnungen, Stickereien, Kinderbücher und Installationen – für einen antirassistischen und antikolonialen Diskurs ein. In jüngster Zeit hat sie sich in ihrer künstlerischen Praxis wieder vermehrt der visuellen und handwerklichen Arbeit zugewandt und Kunstwerke aus Keramik sowie Collagen und Formate wie Kinderbücher entwickelt, mit denen sie sich von der eurozentrischen konzeptuellen Kunstästhetik distanzieren möchte. Ihre Arbeiten wurden bereits mehrfach international ausgestellt, darunter in der Kunsthalle Wien sowie in der KADIST art foundation in Paris (beides 2021), im Kunstverein Hamburg (2020), im La Virreina Centre de la Imatge in Barcelona (2019) und im Van Abbemuseum in Eindhoven (2016).