Nurmijärvi Art Association: Ausstellung mit Minttu Polso
Porträts ohne Gesicht
Vom 10. bis 18. Mai präsentiert Minttu Polso, die am Künstlerprogramm des Art.Salon teilnimmt, mehrere Arbeiten in der Ausstellung Rajapintoja (Schnittstellen) der Nurmijärvi Art Association. Polso geometrisch abstrakte Skulpturen und Gemälde verfolgen einen individuellen Ansatz, der unter anderem das Verhältnis von Kunst und vergehender Zeit reflektiert.
08. May 2025
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Minttu Polso, Cube 2
Unsere Welt in Kreisen, Dreiecken und Linien: Mit einfachsten geometrischen Formen kreiert Minttu Polso vielschichtige Kunstwerke. Ihre Skulpturen und Gemälde beziehen sich dabei auf sichtbare Objekte als auch auf Gedanken und Gefühle, denen die finnische Künstlerin individuellen Ausdruck verleiht. In der Ausstellung Rajapintoja (Schnittstellen) der 1979 gegründeten Nurmijärvi Art Association zeigt Polso eine Auswahl ihrer Werke. Mit den Skulpturen Cube 2 und Sphere untersucht sie die räumliche Wirkung ihrer geometrischen Strukturen. Ihre Gemälde The party can start und Saint of Cats hingegen fügt sie der Porträtmalerei neue Aspekte hinzu: Die Gesichtslosigkeit der Figuren bezieht sich auf die Anonymität, die durch zeitliche Distanz entsteht. Polso spricht damit aufkommende Gefühle von Fremdheit an, die beim Betrachten von alten Porträtgemälden oder auch (eigenen) Fotografien entstehen können. Die Ausstellung ist vom 10. bis 18. Mai in Rajamäen Hiivatehdas, einer ehemaligen Hefefabrik, nahe Nurmijärvi, wo Polso lebt und arbeitet, zu sehen.
Das künstlerische Konzept von Minttu Polso beruht auf ihrem wissenschaftlichen Hintergrund als Krebsforscherin: Analog zu einfachen Molekülen, aus denen in unvorstellbarer Zahl komplexe Strukturen und sogar Lebewesen bestehen, kreiert sie mit geometrischen Formen Gefühls- und Gedankenwelten, die mit Worten kaum zu fassen sind. Charakteristisch für ihre Arbeit ist die fast perfekte, aber bewusst von Hand geschaffene Ausführung – eine Qualität, die eine besondere Nähe zwischen Kunstwerk und Betrachtenden entstehen lässt und sich grundlegend von der Wirkung computergenerierter Bilder unterscheidet.
Im Rahmen der Reihe InterNationalgalerie lädt die Alte Nationalgalerie andere Institutionen in die eigenen Räumlichkeiten ein. Den Auftakt macht ab dem 18. Juni das Nationalmuseum in Warschau mit der Ausstellung Die Erfindung der Mythen.
Noch bis zum 27. Juni zeigt Elvira Flamm drei Arbeiten ihrer Serie Ikonen ohne Namen (Icons without names) in der Ausstellung des Made in Berlin Art Award 2026. Sie wurde als eine von 20 Kunstschaffenden für die Schau in der BBA Gallery ausgewählt.