Für seine groß angelegten, partizipatorischen Installationen, die häufig sowohl Technik als auch die Architektur des öffentlichen Raums mit einbeziehen, hat Rafael Lozano-Hemmer in den letzten Jahrzehnten internationale Anerkennung erlangt. Am 2. Oktober 2021 eröffnet im San Francisco Museum of Modern Art die Ausstellung Rafael Lozano-Hemmer: Unstable Presence. Bis zum 6. März 2022 soll sie eine neue Perspektive auf Lozano-Hemmers »Anti-Monumente« und deren poetische und politische Dimensionen bieten. Die ausgewählten Werke beleuchten die vergängliche und instabile Beziehung zwischen physischer Präsenz und den natürlichen sowie technologischen Räumen, die wir bewohnen. Auf mikro- und makroskopischer Ebene realisiert, beschäftigen sie sich außerdem mit unserem Gefühl für Spiel und Handlungsfähigkeit. Die Ausstellung führt aktuelle skulpturale und performative Installationen zusammen, dabei bedient sich Medienkünstler Lozano-Hemmer vornehmlich den Materialien und Mitteln Luft, Wasser, Musik, Stimmen, Text und Licht.
Der 1967 in Mexiko-Stadt geborene Rafael Lozano-Hemmer ist ein mexikanisch-kanadischer Elektronikkünstler, der vor allem für seine theatralischen, interaktiven Installationen im öffentlichen Raum in Europa, Asien und Amerika bekannt ist. Seine Kunst zeichnet sich durch eine häufig auftretende, besondere Wechselbeziehung zwischen dem Werk und den Betrachtenden aus – so misst er beispielsweise deren Herzfrequenz, überwacht ihre Gesichter und lässt sogar ihren Atem zirkulieren. Währenddessen erforscht er Themen wie erzwungenes Zusammenleben, Machtungleichgewichte sowie zeitgenössische Technologien zur Überwachung und Kontrolle. Menschlichkeit und Ängste stehen dabei im Zentrum seiner Kunst.