Der US-amerikanische Surrealismus in den 1960ern: Mit der Ausstellung Sixties Surreal widmet sich das Whitney Museum of American Art bedeutenden, aber im Kanon vernachlässigten Kunstbewegung in einer von Wandeln geprägten Dekade. Die Schau eröffnet am 24. September in New York.
Paul Thek, Untitled (from the series Television Analyzations), 1963. Oil on canvas, 39 1/2 × 39 3/4 in. (100.3 × 101 cm). Collection of the BRD Family Foundation
Der europäische Surrealismus der 1920er und 1930er lebte in weiterentwickelter Form in den 1960ern in den USA wieder auf: In einer Zeit radikaler, revolutionärer gesellschaftlicher und politischer Veränderungen suchten viele Künstlerinnen und Künstler nach neuen Strategien, um die Kunst wieder mit einer gelebten Realität zu verbinden, die aufgrund der Umwälzungen in der Nachkriegszeit zunehmend unrealistisch erschien. Die Ausstellung Sixties Surreal blickt über die heute kanonischen Bewegungen hinaus und konzentriert sich stattdessen auf die grundlegendste, wenn auch wenig beachtete ästhetische Strömung dieser Epoche – eine Blüte psychosexueller, fantastischer und revolutionärer Tendenzen. Werke von über 100 Kunstschaffenden sind vom 24. September 2025 bis zum 19. Januar 2026 im Whitney Museum of American Art in New York zu sehen.
Die einzigartige Konzeption der Ausstellung erlaubt eine Annäherung an einen unverfälschten Blick auf die Zeit, unabhängig vom kunsthistorischen Kanon, der sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. So sind neben berühmten Namen auch diverse heute unbekannte und vor kurzem neuentdeckte Künstlerinnen und Künstler vertreten, darunter Diane Arbus, Louise Bourgeois, Roger Brown, Mel Casas, Barbara Hammer, Wally Hedrick, Kiki Kogelnik, Yayoi Kusama, Lynn Hershman Leeson, Luchita Hurtado, Jae Jarrell, John Outterbridge, Paul Thek und Carlos Villa. Zentral für die Ausstellung ist der Ansatz, die Wahrnehmungen der Realität und die darauf basierenden künstlerischen Arbeiten aus der gesamten USA, von New York bis Los Angeles, zu vergleichen.
Kunst für eine funktionierende Koexistenz der globalen Bevölkerung: Im Haus der Kunst in München präsentiert der Argentinier Tomás Saraceno Visionen für neue Formen des Zusammenlebens. Die Ausstellung Tomás Saraceno. Verwobene Welten eröffnet am 17. Juli.
Ein einzigartiges Œuvre: Mit über 150 Arbeiten, darunter Filme, Installationen und selten zu sehende Gemälde, präsentiert die Tate Modern die kubanische Künstlerin Ana Mendieta. Die gleichnamige Ausstellung eröffnet am 15. Juli in London.