Kunstmuseum Solothurn zeigt Ausstellung mit Gegenwartskunst

»Tiefenschärfe«: Nicht immer ist alles so klar, wie es scheint

Nicht immer ist das, was wir sehen können, auch das, was abgebildet ist. Mit der Ausstellung Tiefenschärfe. Zwischen Lust, List und Schrecken beweist das Kunstmuseuem Solothurn, dass sich selbst hinter gestochen scharfen Elementen ein Augentrug verbergen kann. Unter diesem Motto zeigt das Kunsthaus vom 29. Januar bis zum 24. April Arbeiten der Gegenwartskunst.

27. January 2022
Taiyo Onorato & Nico Krebs (beide *1979), W12, 2020
Courtesy die Künstler Fotonachweis: Onorato & Krebs
Taiyo Onorato & Nico Krebs (beide *1979), W12, 2020, C-Print, 115 x 83 cm

Tiefenschärfe. Zwischen Lust, List und Schrecken, die neue Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn, ist an die Eröffnungsschau Die Schärfe der Unschärfe von 1998 angelehnt, die vom damals neuen Konservator Christoph Vögele kuratiert wurde. Seine 24 Jahre währende Amtszeit geht nun zu Ende. Der Kreis wird deshalb ab dem 29. Januar mit einer Schau von Gegenwartskunst geschlossen, die sich dem früheren Thema aus einer anderen Perspektive annähert. In Tiefenschärfe soll es darum gehen, gestochen scharfe Motive in den Fokus zu rücken. Entgegen der Erwartungen, die der Ausstellungstitel evoziert, klärt sich der Blick damit aber nicht zwingend.  Die Arbeiten bedienen sich nämlich dem Trompe-l’oeil, einer Kunst des Augentrugs. Das Kunstmuseum Solothurn präsentiert mit Tiefenschärfe also Werke, die »mit allen Mitteln der Verführung« arbeiten und mit der Täuschung kokettieren

Zwar fokussiert sich die Ausstellung auf Kunst der Gegenwart, doch sorgt die generationen- und medienübergreifende Auswahl der Exponate für spannungsreiche Abwechslung. Zu sehen sind mitunter Franz Gertsch (*1930), Simone Kappeler (*1952), Bernard Voïta (*1960) oder das Künstlerduo Taiyo Onorato (*1979) und Nico Krebs (*1979). Eine raumbezogene Wandmalerei von Friederike Feldmann (*1962) wurde eigens für die Ausstellung verwirklicht – sie kann daher einzig im Rahmen der Veranstaltung besichtigt werden, die noch bis zum 24. April 2022 im Schweizerischen Solothurn stattfindet.Art.Salon

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