Frankfurt am Main: Bedeutendes Kunstwerk aus Alabaster

Umfangreiche Restaurierung des Rimini-Altars abgeschlossen

Nach vier Jahren umfangreicher konservatorischer und restauratorischer Eingriffe sind die Restaurationsarbeiten am Rimini-Altar abgeschlossen. Ab dem 03. November 2022 ist das bedeutende spätmittelalterliche Kunstwerk aus Alabaster im Rahmen der Sonderausstellung Mission Rimini in Frankfurts Liebieghaus Skulpturensammlung wieder zu sehen.

01. November 2021
Crucifixion altar from Rimini, South Netherlands around 1430 (condition before restoration)
Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung
Meister des Rimini Altars Kreuzigungsaltar aus Rimini, Südniederlande um 1430 (Zustand vor Restaurierung) Alabaster, geringe Reste alter Fassung Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main

Der Rimini-Altar (um 1430) gilt weltweit als eines der umfangreichsten, bedeutendsten und eines der am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Kunstwerke aus weißem Alabaster. In der Schauwerkstatt der Liebieghaus Skulpturensammlung wurden in den letzten vier Jahren umfangreiche konservatorische und restauratorische Arbeiten daran vorgenommen. Nun wird der Altar nach seiner umfangreichen Restaurierung ab dem 03. November 2021 wieder zu sehen sein. In der Sonderausstellung Mission Rimini erörtern die Restauratoren des Liebieghauses, Harald Theiss und Miguel González de Quevedo Ibáñez, sowie Stefan Roller, der Sammlungsleiter für das Mittelalter, den Besucherinnen und Besuchern die Herausforderungen und Ergebnisse des internationalen Restaurierungsprojekts. Dabei gehen sie u. a. auch auf die charakteristischen Eigenschaften des Materials Alabaster, den ursprünglichen Farbton des Kunstwerks ebenso wie auf die kunsttechnologische Analyse ein. Das Highlight der Ausstellung, die bis zum 24. April 2022 läuft, stellt die Präsentation des Altars in einem Display dar, welches sich gestalterisch an zeitgenössische niederländische Altäre anlehnt.

Die Restaurierungsarbeiten am Rimini-Altar, einem der Hauptwerke der Liebieghaus Skulpturensammlung, konnten in der Schauwerkstatt des Museums sowie und durch Bildungs- und Vermittlungsangebote verfolgt werden. Während dieses Prozesses wurde in erster Linie via Lasertechnologie und gipsgesättigten Agar-Gel-Kompressen eine besonders schonende Oberflächenreinigung an dem Kunstwerk vorgenommen. Außerdem wurde der Altar einer umfangreichen kunsttechnologischen Untersuchung unterzogen, woraus grundlegende Erkenntnisse zum werktechnischen Aufbau des Altars ermittelt wurden und das Abbaugebiet des Alabastergesteins nachgewiesen werden konnte. Diese eindrucksvollen Resultate liefern neue Anregungen für die kunsthistorische Forschung zum Œuvre des Rimini-Meisters.Art.Salon

Workshop situation restoration Rimini Altar
Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung
Werkstattsituation Restaurierung Rimini Altar Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main

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Wolfsberg: Jubiläumsausstellung von Georg Brandner

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