Venedig

»Vom Fließen der Dinge« − Vorträge zur Fluidität in Künsten und Wissenschaften

Am 20. und 21. Oktober 2021 findet in Venedig eine Vortragsreihe statt, die Kunst und Wissenschaft in den Dialog bringt. Unter dem Titel »Konzepte, Motive und Paradigmen von Fluidität in den Künsten und Wissenschaften von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart« werden neue Forschungsergebnisse und Thesen vorgestellt. Einige Vorträge sind anschließend auf Youtube verfügbar.

19. October 2021

Die Vorträge befassen sich sowohl mit historischen als auch gegenwärtigen Themen, sodass die Veranstaltung trotz des Spartencharakters ein recht breites Publikum ansprechen dürfte. Seit der Frühen Neuzeit haben künstlerische und wissenschaftliche Entwicklungen beziehungsweise Fortschritte in immer größeren Schritten stattgefunden. Dabei weisen diese Disziplinen viele Verknüpfungen auf. Astronomische und physikalische Erkenntnisse etwa wurden in Kunstwerken dargestellt und neues Wissen in Lehrbüchern durch detaillierte Zeichnungen anschaulich gemacht. Maler und Bildhauer wiederum, dem Vorbild des universalgelehrten Künstlers folgend, befassten sich nicht nur in Einzelfällen beispielsweise mit der Chemie oder der Anatomie, waren somit selbst Wissenschaftler. Bis in die Gegenwart kreuzten sich die Wege von Kunst und Wissenschaft regelmäßig. Zurzeit sind etwa Umweltschutzaspekte, die ebenfalls in dieser Reihe diskutiert werden, in beiden Bereichen ein bestimmender Faktor.

Das Fluide, heute disziplinenübergreifend grundlegend für Theorie- und Modellbildungen oder zum Beispiel bei NFTs in der Kunstwelt dieses Jahr äußerst präsent, ist als Gegensatz zum Festen das verbindende Element der Vorträge. Für Kunstinteressierte sei besonders auf die Vorträge »Nichts fließt? Künstlerische Praxis und Kunsthistoriographie abseits der perfettissima strada dell‘oglio« von Anna Degler, »Feuer- und Wasserwelten. Frühneuzeitliche Konzepte dissolutiver Naturgewalten als Folie einer Ästhetik des Fluiden« von Anna Eusterschulte und »L’uno è stabile marmo, e sasso alpino, / l’altra è mobile umor, che corre al chino. Fluide Skulpturen der Frühen Neuzeit« von Frank Fehrenbach hingewiesen.

Ausgewählte Vorträge können anschließend auf dem Youtube-Channel des Centro Tedesco di Studi Veneziani aufgerufen werden.Art.Salon

Dive deeper into the art world

Online-Symposium

Noch bis Sonntag, 26. September, sind Anmeldungen zum Symposium der Deutschen und der Österreichischen Mathematiker-Vereinigung möglich, das vom 27. September bis 01. Oktober 2021 online auf Englisch stattfindet.

22. September 2021
London: The National Gallery

Ferdinand Georg Waldmüller wird oft dem Biedermeier zugerechnet, doch seine Gemälde, vor allem seine Landschaften, die er im Freien nach der Natur schuf, sprechen eine andere Sprache. Erstmals ist im Vereinigten Königreich eine Ausstellung des Malers zu sehen: Waldmüller: Landscapes eröffnet am 02. Juli in der National Gallery in London.

02. July 2026