Museo Thyssen-Bornemisza zeigt Korrespondenz großer Künstlerinnen und Künstler

Briefe aus dem Jenseits

Längst verstorbene Malerinnen und Maler dürfen sich ab dem 30. Mai auch schriftlich äußern: Das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid setzt ihre Briefe in einen Dialog mit ihren Arbeiten.

30. May 2022
Lucian Freud, Postcard to Anne Flemming, 1953, Ink on Paper
Sammlung Anne-Marie Springer
Lucian Freud, Postkarte an Anne Fleming, 1956, Tinte auf Papier

Das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid präsentiert ab dem 30. Mai zum ersten Mal in Spanien Briefe von echten Leitfiguren der Kunstgeschichte. Die Ausstellung Artists’ Letters from the Anne-Marie Springer Collection stellt die Schriften neben die jeweiligen Arbeiten der Urheberinnen und Urheber und holt die längst Verstorbenen so zurück in die Gegenwart. Die Korrespondenz von Malerinnen und Malerin wie Delacroix, Manet, Degas, Monet, Cézanne, Van Gogh, Gauguin, Matisse, Juan Gris, Frida Kahlo, und Lucian Freud stammen alle aus der Sammlung Anne-Marie Springer.

Der Fokus liegt zwar auf Liebesbriefen, doch wühlen etwa auch die in Kriegszeiten geschriebenen Botschaften von Egon Schiele, Fernand Léger, Gala und Max Pechstein die Besuchenden auf. Während der Ausstellung erfährt man, wie die Kunst ihnen in dieser Zeit etwas Glück, Trost und Heilung spendete. 

Ebenso bringen Ideen, manchmal mit kleinen Skizzen der Künstler illustriert, Unsicherheiten, die Verteidigung ihrer Kunst, das Feiern von Erfolgen, Details zu den kreativen Prozessen, Hinweise auf historische Ereignisse und eine breite Palette von Emotionen die Künstlerinnen und Künstler dem Publikum einmal aus einer anderen Perspektive näher. Die Briefe treten in einen Dialog mit den Arbeiten aus der ständigen Sammlung des Museums. Interessierte haben für diese Begegnung bis zum 25. September Zeit.Art.Salon

Lucian Freud, Postcard to Anne Flemming, 1953, Ink on Paper
Sammlung Anne-Marie Springer
Lucian Freud, Postkarte an Anne Fleming (Rückseite), 1956, Tinte auf Papier

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