No Place is an Island, der Titel der Fotosektion Photo50 auf der London Art Fair, könnte in Zeiten einer weltweiten Pandemie nicht besser gewählt sein: 14 ausgewählte Fotografinnen und Fotografen präsentieren ihre neuesten Arbeiten zu diesem Thema. Sie untersuchen die Gegensätze von Verbundenheit und Isolation, wobei sie letztere als Gedankenkonstrukt entlarven. Photo50 ist seit Jahren fester Bestandteil der London Art Fair, die wie üblich mit über 100 teilnehmenden Galerien im Business Design Centre in Islington, London stattfindet. Vom 19. bis 23. Januar 2022 präsentieren sich junge Künstlerinnen und Künstler neben Werken von berühmten Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. Wegen der Verschiebung der BRAFA Art Fair in Brüssel, die ebenfalls Ende Januar stattfinden sollte und normalerweise die Rolle des Startschusses eines jeden neuen Kunstjahres genießt, werden die Londoner Messe und die vertretenen Künstlerinnen und Künstler nun umso mehr im Fokus stehen.
Zahlreiche Talks & Tours, bei denen Kuratierende und Kunstschaffende spannende Einblicke in ihre Arbeit und die Kunstwelt gewähren, begleiten die Messe ebenso wie eine ganz neue Sektion: der New Media Room. Film und Neue Medien liegen im Fokus dieser Sparte, die von Pryle Behrman unter dem Titel Dreams Must Explain Themselves kuratiert wurde. Interaktive Skulpturen und Digitale Kunst vermitteln einen Eindruck davon, wie Kunstmessen in Zukunft weltweit aussehen könnten, wenn die Nachfrage an diesen Kunstformen weiter steigen sollte.