London, Tate Modern

Frida Kahlo und die »Fridamania«

Frida Kahlo ist eine einflussreiche Künstlerin und ein kulturelles Phänomen. Die aktuelle Ausstellung der Tate Modern widmet sich beiden Bereichen mit 30 Kunstwerken und 200 weiteren Objekten: Frida: The Making of an Icon eröffnet am 25. Juni in London.

24. June 2026
Frida Kahlo, Self-Portrait (With Velvet Dress) 1926
Frida Kahlo, Self-Portrait (With Velvet Dress), 1926. Private Collection.

Von einer eigenwilligen, unbekannten Künstlerin zu einer der berühmtesten und zum weltweiten Phänomen: Frida Kahlo (1907-1954) begann als junge Frau nach einem tragischen Busunfall im Krankenbett aus Langeweile mit der Malerei. In den 1930ern fanden ihre Arbeiten in surrealistischen Kreisen Anklang und sie wurde vor allem in den USA medial rezipiert. Ihr Gemälde The Frame (1938) wurde vom Louvre angekauft, doch zu Lebzeiten stand Kahlo zumeist im Schatten ihres Ehemannes Diego Rivera. Erst einige Jahre nach ihrem Tod wurde sie im Zuge feministischer und postkolonialer Debatten zu internationaler Kulturikone, woran auch eine 1983 erschienene Biografie ihren Anteil hatte, die bisher in 25 Sprachen übersetzt wurde. Heute ziert Kahlos Gesicht T-Shirts, Taschen und alle erdenklichen Gegenstände, ihr Name wurde von ihrer Familie als Marke eingetragen. Mit der Ausstellung Frida: The Making of an Icon analysiert die Tate Modern sowohl die Arbeit der Künstlerin anhand von 30 repräsentativen Werken als auch die Entwicklung der »Fridamania« mit über 200 Objekten. Die Schau läuft vom 25. Juni 2026 bis zum 03. Januar 2027 in London.

Die Ausstellung selbst entwickelt die letzte Überblicksausstellung der Tate zu Frida Kahlo aus dem Jahr 2005 weiter: Neben Einblicken in ihr Schaffen beleuchtet die aktuelle Schau den Einfluss der Künstlerin auf die (Kunst-)Welt und zeigt, wie ihr Werk, ihr Leben und ihre Ästhetik weitere Kunstschaffende wie Kiki SmithJudy ChicagoYasumasa Morimura und Ana Mendieta beschäftigten. Highlights der Ausstellung sind besonders Kahlos Arbeiten, in denen sie ihre eigene Identität konstruiert und auf die Leinwand projiziert, wie die hier gezeigten Self-Portrait (With Velvet Dress) (1926) und Self-Portrait with Loose Hair (1946). Die Künstlerin untersuchte in zahlreichen, zum Teil symbolischen Bildern ihre mexikanische Herkunft, ihr queeres Selbstverständnis, ihre feministischen Ideale und ihre Erfahrungen als Frau mit Behinderung. 1954 starb sie in der Casa Azul, dem heutigen Frida-Kahlo-Museum in Mexiko-Stadt.Art.Salon

Frida Kahlo, Self-Portrait with Loose Hair 1946
Frida Kahlo, Self-Portrait with Loose Hair, 1946. Private collection.

Dive deeper into the art world

New York, The Morgan Library & Museum

In einer zweigeteilten Ausstellung präsentiert das Morgan Library & Museum von Kunstschaffenden gestaltete Tarotkarten aus dem 15. Jahrhundert sowie ihren Einfluss auf Karten aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Tarot! Renaissance Symbols, Modern Visions eröffnet am 26. Juni in New York.

25. June 2026
Marketa Hopkins

Charakteristisch für ihr Werk sind rhythmische Oberflächen, die den Eindruck von Bewegung erzeugen. Ihre Kompositionen scheinen sich über die Leinwand fortzusetzen und Momente festzuhalten, die gleichzeitig vergehen. Der Art.Salon präsentiert die Künstlerin Marketa Hopkins.

23. June 2026