Futuras künstlerische (R)Evolution
Noch bis zum 30. März 2025 ist im Bronx Museum in New York eine große Retrospektive von Futura zu sehen, einem Pionier der Graffiti-Kunst. FUTURA 2000: BREAKING OUT zeigt detailliert, wie der Künstler die Szene revolutionierte.
Als Futura 2000, bürgerlich Leonard Hilton McGurr (*1955), im Jahr 1980 einen Waggon der New Yorker Subway bemalte, markierte er einen Wendepunkt der Graffiti-Kunst. Seine abstrakte Malerei war ein Novum in der Szene, in der bisher große Schriftzüge die verbreitete Ausdrucksform waren. Seit Futuras bemalten Waggon, mit Break betitelt, fand die Abstraktion Eingang ins Graffiti. Das Bronx Museum in New York ehrt den einflussreichen zeitgenössischen Künstler mit einer großen Retrospektive: FUTURA 2000: BREAKING OUT zeichnet detailliert die Entwicklung in Futuras Werk nach, ordnet sie in den Kontext und erläutert, warum der Künstler diese Ausnahmestellung inne hat. Die Schau läuft noch bis zum 30. März 2025.
Futura, bis zur Jahrtausendwende als Futura 2000 aktiv, lässt sich in seinem Schaffen von seinem Interesse an Science Fiction und dem Space Age beeinflussen. Wiederkehrende Motive sind die Form des Atoms, das stete Bewegung symbolisiert, Kräne, die Brüche kennzeichnen, und der rätselhafte Pointman, der an ein außerirdisches Wesen erinnert und eine gewisse Bedrohlichkeit ausstrahlt. Die Ausstellung widmet sich Futuras gesamten Werk von den 1970ern bis heute und präsentiert auch zahlreiche Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken, temporäre Installationen und vielfältiges Archivmaterial. Futuras Arbeiten befinden sich in diversen musealen Sammlungen, unter anderem dem New Museum in New York, dem Museum of Contemporary Art in Los Angeles, dem niederländischen Groninger Museum und dem Museo d'Arte Moderna di Bologna in Italien.