Eine Reise in den »Cosmos Ottinger«

Soloshow der Multimedia-Künstlerin Ulrike Ottinger in der Kunsthalle Baden-Baden

Vergangenes Jahr erhielt Ulrike Ottinger den Hans-Thoma-Preis für ihr Lebenswerk. Am 19. Februar eröffnet nun eine Einzelausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Präsentiert wird eine große Bandbreite an Medien aus dem gesamten Œuvre der international renommierten Künstlerin.

19. February 2022
Ulrike Ottinger, das Gastmahl der verfolgten Wissenschaftler und Künstler, 1981, Fotografie
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, © Ulrike Ottinger
Ulrike Ottinger, Das Gastmahl der verfolgten Wissenschaftler und Künstler, 1981, Fotografie

Bereits in jungen Jahren verschaffte sich Ulrike Ottinger einen Namen als bedeutende Pop-Art-Malerin. 2021 erhielt sie im Alter von 79 Jahren den Hans-Thoma-Preis für ihr Lebenswerk, in dessen Rahmen ihr nun eine Werkschau gewidmet wird: Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden bespielt ihre Räume mit dem umfangreichen Œuvre der 1942 geborenen Künstlerin. Der Cosmos Ottinger ist vom 19. Februar bis zum 15. Mai zu sehen.

Der Titel der Ausstellung ist wohl überlegt: Das Werk Ottingers ist äußerst umfangreich und umfasst sowohl Malereien, Fotografien, Skulpturen und Installationen als auch Videos und Filme. Eine Auswahl letzterer strahlt das Kino Moviac in Baden-Baden zeitgleich zur Ausstellung aus, während in der Kunsthalle Drehbücher, Filmrequisiten, Objekt- und Kostüminstallationen sowie Stoffcollagen und Fotografien auf ihre avantgardistischen Filmarbeiten verweisen. Die Soloshow gibt Einblick in Ottingers Interessen, Perspektiven und Arbeitsweisen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Feminismus und Queerness, die nicht nur eine persönliche Rolle für die Künstlerin spielen, sondern auch mit Blick auf die aktuelle Politik diskutiert werden. Das Ergebnis ist eine bunte Zusammenschau unterschiedlichster Medien, die sich zu einem künstlerischen Ausdruck zusammenfügen.Art.Salon

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