Ein Zeichen für gesellschaftliche Veränderung: Mit der Ausstellung Solidarität und Stärke – Im Kampf gegen Gewalt und für die Rechte von Frauen und Mädchen würdigt das Frauenmuseum Bonn das Lebenswerk von Schwester Dr. Lea Ackermann (1937-2023) und stellt sich mit Gerechtigkeit und Respekt gegen Gewalt. Ackermann gründete im Jahr 1985 in Mombasa die Hilfsorganisation SOLWODI (Solidarity with Women in Distress) und kämpfte rastlos für die Rechte von Frauen. Sie gehörte damals zu den ersten Frauen, die sich öffentlich gegen Gewalt und Ausbeutung etwa durch Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zwangsverheiratung einsetzten. In der Ausstellung vereint das Frauenmuseum Bonn Gemälde, Skulpturen, Installationen und Collagen von 32 bildenden Künstlerinnen mit Berichten von etwa 100 Zeitzeuginnen mit dem Ziel, Respekt und Gleichheit zu fördern. Die Vernissage findet am 07. Mai um 17.30 Uhr statt, anschließend ist die Schau bis zum 21. Juni zu sehen.
Die Künstlerin Gaby Kutz präsentiert in der Ausstellung ein Porträt von Dr. Ackermann. Sie fertigte die Arbeit nach der Einladung des Museums eigens für diese Schau an. Das Werk ist eines von vielen eindringlichen Porträtgemälden der Malerin, die damit Personen würdigt, die sich etwa für Demokratie und Frauenrechte eingesetzt haben oder außergewöhnliche Leistungen in Kunst, Politik und Wissenschaft erbracht haben. Das Schaffen der Künstlerin dreht sich um Vergänglichkeit und das dauerhafte Bestehen von Spuren. Durch ihre Arbeit formt sie das kollektive Gedächtnis und vermittelt der Gesellschaft, was nicht vergessen werden darf. Ihre Motive aus der jüngeren Zeitgeschichte verewigt sie in traditioneller Malerei, die Gemälde entstehen erst mit Ei-Tempera, darüber legt sie Schichten aus Ölfarben. Kutz‘ Werke waren auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und wurden auf Kunstmessen unter anderem in Köln, Lucca und Paris präsentiert.