Zeitgenössische Kunst in einer ehemaligen Kirche: Im San Vidal Exhibition Space in Venedig präsentiert das internationale Künstlernetzwerk Nartwork APS ab dem 21. Februar die Ausstellung Veils of Silence. Unter den 29 Ausstellenden ist auch Elvira Flamm.
18. February 2026
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Elvira Flamm, Ikonen ohne Namen XXXVI, 2023, Acryl auf Leinwand, 50 x 70 cm
In einer ehemaligen Kirche offenbart Kunst die Komplexität des Schweigens: wo einst andächtig geschwiegen wurde, finden nun Kunstausstellungen und Konzerte statt. Eine Schau von Nartwork APS, einem Netzwerk aus internationalen Kunstschaffenden, nutzt nun die Atmosphäre eines Kirchenraums, um auf die Stimmen derer aufmerksam zu machen, die ungehört bleiben. Die Exponate erkunden die Schnittstellen von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, von Schmerz und Hoffnung. 29 Kunstschaffende aus 16 Ländern präsentieren im San Vidal Exhibition Space in Veils of Silence ausgewählte Arbeiten. Zur Eröffnung am 21. Februar sind einige der Kunstschaffenden, die Kuratoren Rossella Bellan und Antonietta Panico sowie der Kunstkritiker Gianpasquale Greco anwesend. Die Ausstellung endet am 28. Februar.
Die Künstlerin Elvira Flamm zeigt eine Arbeit ihrer Serie Ikonen ohne Namen, die 2022 begonnen wurde und mittlerweile mehr als 100 Werke umfasst. Sie basieren auf Medienbildern, die über krisenhafte Zustände aus aller Welt informieren, aber schnell wieder in Vergessenheit geraten. Flamm stellt diese Bilder wie verpixelt dar, um zu verdeutlichen, dass Menschen, deren Gesichter weltweit in Medien zu sehen sind, dennoch anonym bleiben und nicht als Individuum wahrgenommen werden. Die künstlerische Transformation verleiht ihnen langlebige Sichtbarkeit. In ihrem umfangreichen Œuvre geht die Künstlerin Elvira Flamm immer wieder diversen Bedeutungsebenen des nur scheinbar Gewöhnlichen und Alltäglichen auf den Grund. Sie wählt ihr Medium je nach Thema der Arbeit, sei es Aquarell- oder Acrylmalerei oder experimentelle Ansätze mit ungewöhnlichen Materialien wie Blättern in collageähnlichen Arbeiten oder in Gemälde integrierte Texte. Flamms kreativer Prozess folgt dabei keiner festgelegten Struktur: manche Arbeiten entstehen streng konzeptuell, andere auf spontane Weise.
Kunst für eine funktionierende Koexistenz der globalen Bevölkerung: Im Haus der Kunst in München präsentiert der Argentinier Tomás Saraceno Visionen für neue Formen des Zusammenlebens. Die Ausstellung Tomás Saraceno. Verwobene Welten eröffnet am 17. Juli.
Ein einzigartiges Œuvre: Mit über 150 Arbeiten, darunter Filme, Installationen und selten zu sehende Gemälde, präsentiert die Tate Modern die kubanische Künstlerin Ana Mendieta. Die gleichnamige Ausstellung eröffnet am 15. Juli in London.