Mit The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960–1990 eröffnet im Gropius Bau in Berlin am 23. September 2021 eine Ausstellung mit Arbeiten aus der Zeit des Kalten Krieges. Im Mittelpunkt stehen Werke, die den Ost-West-Konflikt beleuchten und so die beiden weltpolitischen Machtzentren in einen kunsthistorischen Dialog setzen. Die 125 Exponate von insgesamt 80 Künstlerinnen und Künstlern stammen aus den Beständen der Sammlung Ludwig sowie sechs Museen aus der ganzen Welt. Unter ihnen befinden sich Größen wie Helen Frankenthaler, Jasper Johns und Jackson Pollock.
Die Auseinandersetzung mit den Ereignissen des Kalten Krieges findet während der Ausstellung nicht nur mittels Gemälden statt: Im Erdgeschoss des Gropius Bau blicken die Besuchenden gleichzeitig auf Mauerreste und die Gedenkstätte Topographie des Terrors; Monumente, die zwar durch die spezifische Lage des Museums direkt am ehemaligen Grenzverlauf bedingt sind, aufgrund ihrer Inhaltsnähe aber alles andere als zum Nebenschauplatz der Ausstellung werden.
Mit der Fokussierung auf die politische Epoche des Kalten Krieges werden im Gropius Bau bis zum 9. Januar 2022 Fragen zum künstlerischen Umgang mit Freiheit, Ästhetik und politischer Ideologie – individuell wie gesamtgesellschaftlich – über drei Jahrzehnte hinweg abgehandelt.