Nach »Bestandaufnahme Gurlitt« im Gropius Bau, Berlin:

»Von Menzel bis Monet« − Hamburger Kunsthalle zeigt kaum bekannte Sammlung Wolffson

Wegen des Verdachts nationalsozialistischer Raubkunst wurde 2013 die Sammlung Gurlitt beschlagnahmt und die Provenienzen der Werke wurden erforscht. Dabei wurde die Sammlung des Hamburger Rechtsanwalts Wolffson bekannt, die nun in Teilen vom 12. November 2021 bis 27. Februar 2022 ausgestellt wird.

10. November 2021
Adolph Menzel (1815–1905) Die Medizin, 1898 Kreide und Kohle auf Papier, 220 x 130 mm
© Privatsammlung in der Hamburger Kunsthalle Foto: Christoph Irrgang
Adolph Menzel (1815–1905), Die Medizin, 1898

Albert Wolffson war ein bekannter Rechtsanwalt und ab 1898 in der Verwaltung der Hamburger Kunsthalle engagiert. Nach dem Tod Wolffsons 1913 wurden Teile seiner Sammlung der Kunsthalle geschenkt, Jahrzehnte später ging ein Großteil der übrigen Werke als nationalsozialistische Raubkunst in den Besitz des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt über. Im Zuge der Ausstellung der Gurlitt-Sammlung im Gropius Bau 2018/2019 wurden unter anderem 36 Zeichnungen von Adolph Menzel an die Familie Wolffson zurückgegeben. Sechs dieser Zeichnungen und weitere Leihgaben sind nun in »Von Menzel bis Monet. Die Hamburger Sammlung Wolffson« zu sehen.

Claude Monet (1840–1926) Die Waterloo-Brücke, 1902 Öl auf Leinwand, 65 x 100 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Claude Monet (1840–1926), Die Waterloo-Brücke, 1902

Ein Highlight der Ausstellung ist Claude Monets Gemälde »Die Waterloo-Brücke«, das die Kunsthalle 1927 von Wolffsons Witwe erworben hatte. Weitere Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von beispielsweise Arthur Illies, Max Liebermann und Valentin Ruths werden von zahlreichen Fotografien und weiterem Archivmaterial ergänzt. So rückt die Ausstellung auch Wolffson als Person, die der Kunsthalle in ihren früheren Tagen nahestand, in den verdienten Fokus.Art.Salon

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