Berlin, Schloss Biesdorf: Ausstellung von und mit Regina Weiss

Zeitwellen: Künstlerisches Erleben von Zeit

Zwölf Künstlerinnen und Künstler präsentieren Kunstwerke verschiedener Medien, die sich mit dem individuellen Erleben von Zeit befassen. Die Ausstellung Die Zeit ist ein Ozean, kuratiert von der Künstlerin Regina Weiss, die auch eigene Arbeiten zeigt, ist noch bis zum 27. Februar auf Schloss Biesdorf in Berlin zu sehen.

04. February 2026
Close your Eyes and See, Regina Weiss, 2025
Von der Künstlerin zur Verfügung gestellt.
Close your Eyes and See, Regina Weiss, 2025, Detail, Pastellkreide auf Ingres-Büttenpapier, 105 cm x 80 cm

Zeit zu benennen oder zu definieren ist eine Schwierigkeit, die Menschen weltweit seit Jahrhunderten beschäftigt. Die Frage stellt eine Verbindung zu den Vorfahren her. In einer Kunstausstellung auf Schloss Biesdorf in Berlin stellen zwölf ausgewählte Künstlerinnen und Künstler Arbeiten vor, die individuelles Zeitempfinden erlauben. Der Titel der Schau, Die Zeit ist ein Ozean, geht auf eine Vorstellung des mexikanischen Volks der Zapoteken zurück, die Zeit sei wie der Ozean, innerlich von Wellen und Strömungen bewegt, doch als Einheit ruhend. Die Ausstellung läuft noch bis zum 27. Februar und wurde von Regina Weiss und Benno Hinkes kuratiert, die beide neben Thomas Eller, Iman Hasbani, Martin Honert, Abdulkarim Majdal Albeik, Wenfeng Liao, Gerenot Richter, Peter Strickmann, Kleopatra Tsali, Evgenija Wassilew und Bignia Wehrli auch eigene Arbeiten zeigen.

Die in Berlin lebende Künstlerin Regina Weiss, die am Künstlerprogramm des Art.Salon teilnimmt, studierte Bildhauerei in Dresden und Stockholm. In ihrer künstlerischen Arbeit ist sie jedoch nicht auf eines oder mehrere Medien festgelegt: Sie erkundet tiefgreifend ein Thema als solches und findet dann passende Visualisierungsstrategien wie beispielsweise Zeichnungen, Installationen, Foto- und Videoarbeiten. In der aktuellen Ausstellung präsentiert sie eine neue Serie von Zeichnungen: Close your Eyes and See basiert auf dem Phänomen der rötlich-orangenen Farbwelt, in die man taucht, wenn man mit geschlossenen Augen in die Sonne blickt. »Dieses ‚Sehen mit geschlossenen Augen‘ bezeichnet für mich den Moment einer glücklichen Selbstvergessenheit und des unmittelbaren Verbundenseins mit dem eigenen Körper und der Natur. Eine Art Schwebezustand, in dem sich eine Erfahrung, die nur wenige Sekunden andauert, in einen Moment der absoluten Zeitlosigkeit zu verwandeln scheint«, erläutert die Künstlerin in einem Statement.Art.Salon

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